Gemüse schälen gegen Pestizide: Hilft das?

Müssen Sie Obst und Gemüse wegen Pestiziden schälen?

Muss man Obst und Gemüse eigentlich wegen Rückständen von Pflanzenschutzmitteln schälen? Wir erhalten diese Frage regelmäßig von Lesern. Und ehrlich gesagt: Wir stehen selbst auch regelmäßig mit einer Gurke in der einen Hand und dem Sparschäler in der anderen da und grübeln. Lässt man die Schale wegen der Ballaststoffe und Vitamine dran, oder entfernt man sie zur Sicherheit besser? Zeit, diese Angelegenheit einmal gründlich aufzuschälen, schönes Wortspiel.

Gemüse und Obst schälen wegen Pflanzenschutzmitteln: Ist das nötig?

Fangen wir mit der wichtigsten Frage an: Bekommt man weniger Pflanzenschutzmittel ab, wenn man Obst und Gemüse schilt? Ein Teil der Rückstände, die sich auf der Außenseite befinden, verschwindet tatsächlich mit der Schale. Aber das Schilen entfernt bei Weitem nicht alles. Einige Pflanzenschutzmittel werden nämlich von der Pflanze aufgenommen und befinden sich dadurch auch im Fruchtfleisch. Für die meisten Arten von Obst und Gemüse ist das Schilen zudem nicht nötig. In den Niederlanden gelten strenge Regeln für die Menge an Rückständen, die darauf zurückbleiben dürfen. Bei Produkten, deren Schale wir normalerweise mitessen, wie Äpfeln, Birnen und Gurken, wird bei der Festlegung dieser Normen die gesamte Frucht berücksichtigt, also mit Schale.

Wie wissen wir das? Die niederländische Lebensmittel- und Warenaufsichtsbehörde (NVWA) kontrolliert Obst und Gemüse auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Produkte, von denen wir die äußere Seite normalerweise essen, werden mit Schale getestet. Laut dem Ernährungszentrum sind die gesundheitlichen Risiken der dabei gefundenen Rückstände vernachlässigbar klein. Bei vergleichbaren Messungen in Amerika werden Obst und Gemüse vorher gewaschen und manchmal geschält, so wie man das zu Hause auch tun würde. Die gefundenen Rückstände sind dort also nach einem normalen Waschgang gemessen worden. Es geht nicht um einen ungewaschenen Apfel, der direkt aus dem Baum kommt. Waschen und Schülen helfen also zwar, aber entfernen nicht alles.

Obst und Gemüse mit Natron oder Essig waschen?

Und Natron oder Essig? Wir erhalten oft die Frage, ob man damit mehr Rückstände von Pestiziden entfernt. Auch dazu gibt es Untersuchungen, wie sich zeigt! Natron macht das Wasser weniger sauer und kann dadurch tatsächlich helfen, einige Pestizide an der Außenseite abzubauen. Saure Mittel wie Essig können bei anderen Pestiziden dagegen besser wirken. In einer Untersuchung zu behandeltem Salat entfernte beispielsweise Wasser mit Reisessig einen großen Teil der Pestizide. Aber was sie ebenfalls sahen, ist, dass das Ergebnis je nach Pestizid und auch je nach Gemüse- oder Obstsorte unterschiedlich sein kann. Eine glatte Apfelschale ist nun einmal etwas anderes als ein Salatkopf. Natron und Essig entfernen deshalb niemals garantiert alle Rückstände und tun nichts gegen Mittel, die von der Pflanze aufgenommen wurden. Lange Rede, kurzer Sinn: Halten Sie Obst und Gemüse 15 bis 20 Sekunden unter kaltes, fließendes Wasser, reiben Sie sie sauber und verwenden Sie bei festen Schalen eventuell eine saubere Gemüsebürste. Seife oder Spülmittel ist nicht nötig!

Sind Gemüse und Obst mit Schale gesünder?

Und nun die andere Seite des Zweifels: Wirft man mit der Schale auch den gesündesten Teil weg? Das hören wir nämlich auch manchmal. Es stimmt, dass in und direkt unter der Schale oft zusätzliche Fasern, Vitamine und andere nützliche Pflanzenstoffe enthalten sind. Wie viel genau, unterscheidet sich stark je nach Gemüse- oder Obstsorte. So enthält eine Kiwischale ungefähr zweimal so viele Fasern wie das Fruchtfleisch und etwa die Hälfte der Fasern einer Kartoffel befindet sich in der Schale. Dennoch stimmt die bekannte Aussage, dass fast alle Vitamine direkt unter der Schale sitzen, nicht für jede Sorte. Auch das Fruchtfleisch enthält reichlich Nährstoffe. Für Äpfel, Gurken, Zucchini und andere Sorten mit einer weichen, essbaren Schale ist unsere Schlussfolgerung nach dem Lesen der Untersuchungen daher einfach: Einfach dranlassen, wenn man sie mag. Zuerst allerdings 15 bis 20 Sekunden gründlich waschen, gell. So nimmt man ein paar zusätzliche Fasern auf, die gut für den Darm sind und länger ein Sättigungsgefühl geben. Außerdem wirft man weniger weg und ist schneller fertig. Kein Fan des Geschmacks oder der Struktur? Dann kann man einfach schälen; das Fruchtfleisch bleibt gesund.

Noch ein Detail, über das wir nie nachgedacht hatten: Manchmal kann eine Schale durchaus essbar sein, während bei der Festlegung des gesetzlichen Grenzwerts für Pestizide davon ausgegangen wird, dass man sie nicht isst. Bei Kürbis wurde daher vor allem das Fruchtfleisch betrachtet, während insbesondere die Schale eines Butternusskürbis beim Kochen oft so weich wird, dass man sie gut essen kann. Das bedeutet nicht, dass eine Schüssel Kürbissuppe mit Schale plötzlich unsicher ist. Möchten Sie die Schale standardmäßig dranlassen, empfiehlt das Ernährungszentrum allerdings, biologisch zu wählen.

Obst schälen gegen Pestizide: Hilft das?

Das Schälen Ihres Obstes, um weniger Pestizide aufzunehmen, klingt logisch. Aber leider stecken Pestizide oft bereits in der gesamten Frucht.

Gemüse und Obst schälen oder nicht?

Nachdem wir die Frage vollständig aufgeschlüsselt haben, kann der Sparschäler bei einem Apfel, einer Gurke, einer Zucchini und sehr vielen anderen Gemüse- und Obstsorten unserer Meinung nach einfach in der Schublade bleiben. Das Schälen wegen Pflanzenschutzmitteln ist meistens nicht nötig. Sie nehmen mit der Schale außerdem ein paar zusätzliche Ballaststoffe zu sich und vermeiden Lebensmittelverschwendung. Waschen Sie Gemüse und Obst jedoch 15 bis 20 Sekunden unter fließendem Wasser und bürsten Sie feste Schalen eventuell mit einer Gemüsebürste sauber.

Möchten Sie so wenig Pestizidrückstände wie möglich aufnehmen und die Schale einfach dranlassen? Wählen Sie dann nach Möglichkeit biologische Produkte. Vor allem bei Schalen, die bei der Bestimmung der gesetzlichen Grenze nicht berücksichtigt wurden, wie etwa die Schale eines Butternusskürbisses, den Sie vielleicht einfach mitkochen. Auch biologisches Obst und Gemüse muss man waschen, denn damit spülst du Schmutz und mögliche Krankheitserreger weg. Magst du eine Schale einfach nicht? Dann ziehst du sie ab. Ohne Schale bleiben Gemüse und Obst zum Glück auch gesund. Der wichtigste Rat der Experten: Lass dir vor allem von Sorgen über Pestizide nicht weniger Gemüse und Obst essen. Nicht-biologisches Gemüse und Obst ist immer noch eine viel bessere Wahl als gar kein Gemüse und Obst.

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Quellen: National Geographic, The Guardian, Wissenschaftlicher Amerikaner, Entdecke-Magazin, Verbraucherberichte, AD.nl, Ernährungszentrum, Welt-Krebs-Forschungs-Fonds, RTLnews.nl. Bildnachweise: Andrei, Pexels (Hauptbild). Iwase, Pexels (Äpfel schälen).

Ursprünglich auf Niederländisch verfasst und automatisch übersetzt, um weltweit zu einem grüneren Lebensstil zu inspirieren.

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Abbildung von Saskia Sampimon-Versneij

Saskia Sampimon-Versneij

Gründerin von thegreenlist.nl. Ihr Ziel: so viele Menschen wie möglich für ein nachhaltigeres Leben zu begeistern. Sas hat auch das Buch über einen nachhaltigen Lebensstil NIKS NIEUWS geschrieben.
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