Wie nervig ist es, wenn dein Handy schon nach wenigen Stunden wieder an das Ladekabel muss, dein Laptop standardmäßig an der Steckdose hängt oder dein Tablet nicht mal einen ganzen Film durchhält? Akkus von elektronischen Geräten bleiben leider nicht unbegrenzt gut. Oft funktioniert das Gerät ansonsten noch einwandfrei, wird aber durch die nachlassende Leistung des Akkus deutlich weniger angenehm in der Nutzung. Die gute Nachricht: Du hast selbst mehr Einfluss auf die Lebensdauer eines Akkus, als du vielleicht denkst. Mit diesen guten Gewohnheiten kannst du dafür sorgen, dass der Akku deines Smartphones, Laptops oder Tablets länger hält.
Warum gute Sorge für Akkus klug ist
Der Akku ist vielleicht nicht das Erste, woran Sie denken, wenn Sie ein Handy, einen Laptop oder ein Tablet benutzen, aber er ist eines der Bauteile, die oft als Erste nachlassen. Und das ist schade, denn die Herstellung neuer Elektronik kostet viele Rohstoffe und Energie. Für Akkus werden darüber hinaus Materialien wie Lithium benötigt, Kobalt und Nickel, dessen Abbau meist umweltbelastend ist. Je länger ein Gerät funktionstüchtig bleibt, desto seltener braucht man ein neues und desto weniger Krisenmomente gibt es. Das ist nicht nur besser für das Herz und die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel. Gut mit dem Akku umzugehen mag wie ein kleines Detail erscheinen, aber genau diese kleinen Gewohnheiten können dafür sorgen, dass ein Gerät noch jahrelang hält.
Tippoftmals kann man den Akku eines Geräts austauschen und dann ist dein Gerät wieder wie neu! Dies ist ein schöner Zwischenschritt, bevor du ein ganz neues Gerät kaufst! Sieh einfach mal bei einer Smartphone-Reparaturwerkstatt in deiner Nähe nach (schönes Scrabble-Wort).
Nicht jede Batterie funktioniert gleich
Bevor wir in die Tipps eintauchen, noch kurz das: Nicht jede Batterie funktioniert gleich. In den meisten modernen Handys, Laptops und Tablets befindet sich heutzutage ein Lithium-Ionen-Akku. Das ist ein Batterietyp, der relativ lange hält, aber empfindlich ist gegenüber Dingen wie häufigem vollständigen Aufladen, vollständigem Entleeren und hohen Temperaturen. Die Tipps unten sind daher hauptsächlich für diese Art von Akkus gedacht und nicht unbedingt für alle Geräte mit einem Akku.


Wie ärgerlich, wenn der Akku deines Tablets, Smartphones oder Laptops gerade leer ist, wenn du das Gerät brauchst. Ein nützlicher Tipp, um dem entgegenzuwirken: Du kannst auch über die Einstellungen sparsamer mit deiner Batterie umgehen. Schalte zum Beispiel den Energiesparmodus ein und schaue pro App nach, welche Funktionen wirklich nötig sind. Videos, die automatisch abgespielt werden, und Fotos oder Filmchen, die automatisch heruntergeladen werden, kosten unbemerkt viel Energie und Daten. Indem du das ausschaltest, hält dein Telefon mit einer Ladung länger durch. Du musst es also weniger schnell wiederaufladen. Das ist nicht nur praktisch unterwegs, sondern kann langfristig auch dafür sorgen, dass dein Akku länger in gutem Zustand bleibt.
So hält ein Lithium-Ionen-Akku länger
Glücklicherweise muss man kein Technik-Genie sein, um einen Lithium-Ionen-Akku länger in gutem Zustand zu halten. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten kann man dafür sorgen, dass Akkus weniger schnell altern.
Lade lieber nicht standardmäßig bis 100% auf
Seien wir ehrlich: Auch wir schließen unsere Geräte regelmäßig an das Ladegerät an, bis sie voll sind. Ein tolles Gefühl, oder, diese 100%? Damit kommt man mit dem Handy wieder eine Weile aus. Ab und zu ist das kein Problem. Aber wenn du die Lebensdauer des Akkus so lange wie möglich erhalten möchtest, solltest du ihn nicht standardmäßig auf 100% aufladen und ihn auf keinen Fall unnötig lange am Ladegerät lassen, wenn er bereits voll ist. Für viele moderne Akkus liegt der optimale Bereich irgendwo zwischen 20% und 80%. Musst du einen langen Tag durchhalten oder nimmst du dein Tablet mit auf Reisen? Dann kannst du eine Ausnahme machen. Praktisch: Manche Geräte verfügen heutzutage über eine Funktion zum intelligenten Laden. Du kannst dann beispielsweise einstellen, dass der Akku nur bis 80% aufgeladen wird oder erst kurz vor dem Aufstehen auf 100% geht.
Warte nicht, bis der Akku deines Smartphones, Laptops oder Tablets komplett leer ist
Viele Menschen laden ihr Gerät erst auf, wenn noch 5% übrig sind oder wenn es sich fast von selbst ausschaltet. Das kommt einem bekannt vor, aber für einen Lithium-Ionen-Akku ist das nicht ideal, wenn man es oft macht. Diese Akkus halten in der Regel länger, wenn man sie zwischendurch etwas früher auflädt. Eine praktische Faustregel: Versuchen Sie, bereits ab etwa 20% zum Ladegerät zu greifen. Keine Panik, wenn Ihr Akku einmal leer wird, aber machen Sie es sich lieber nicht zur Gewohnheit.
Lass dein Gerät nicht zu heiß werden
Hitze ist vielleicht der am wenigsten bekannte Akkukiller. Ein Handy auf dem Gartentisch in der prallen Sonne, ein Tablet in einem heißen Auto oder ein Laptop, das stundenlang auf einer Bettdecke liegt: Akkus mögen das meistens nicht. Du hast sicher schon mal eine Meldung erhalten, dass dein Telefon überhitzt war. Schade, dass man dann nicht mehr chatten und scrollen kann, aber für deinen Akku ist es auch nicht gut. Temperaturen über etwa 35 Grad können dafür sorgen, dass ein Lithium-Ionen-Akku schneller altert. Versuche deshalb, dein Gerät nicht in der prallen Sonne liegen zu lassen, und sorge dafür, dass der Lüfter deines Laptops genug Platz hat, um die Wärme abführen zu können. Das Aufladen macht man übrigens auch am liebsten an einem Ort, an dem es nicht zu heiß ist.


Wenn Sie einen Stecker, zum Beispiel von Ihrem Ladegerät, aus der Steckdose ziehen, fassen Sie den Stecker an (Foto links) und nicht das Kabel (Foto rechts). So hält Ihr Ladegerät länger.
Vergiss auch dein Ladegerät nicht
Um ein Gerät aufzuladen, benötigt man natürlich auch ein Ladegerät, das gut funktionsfähig bleibt. Eine kleine Gewohnheit, die viel ausmacht, so die Experten: Wenn Sie das Ladegerät aus der Steckdose ziehen, greifen Sie den Stecker (das Kopfstück, das in der Steckdose steckt) und ziehen Sie nicht am Kabel. Dasselbe gilt für das Ende, das in Ihrem Gerät steckt: Ziehen Sie auch dort am Stecker und nicht am Kabel. Auf diese Weise verhindern Sie, dass unnötige Spannung auf das Kabel kommt und ein Kabelbruch entsteht. Sie werden nicht der Erste sein, der sich deshalb ein neues Ladegerät kaufen muss oder bei einem Mitbewohner oder Kollegen nach einem anderen Kabel anklopfen muss.
Gut zu wissen: Es gibt beträchtliche Qualitätsunterschiede bei Ladegeräten (und dabei sprechen wir hauptsächlich von den Steckern). Einige Menschen denken, dass ein Ladegerät mit einer geringeren Leistung automatisch sparsamer ist. Das muss überhaupt nicht so sein. Wenn ein Ladegerät kontinuierlich an seiner maximalen Leistung arbeiten muss, kann es gerade weniger effizient sein als ein stärkeres, qualitativ gutes Ladegerät, das mehr Reserve hat. Dadurch kann ein leistungsstärkeres Ladegerät manchmal sogar sparsamer sein und angenehmer für Ihr Gerät. Wird ein Ladegerät während des Ladens sehr warm? Dann ist das oft ein Zeichen dafür, dass relativ viel Energie als Wärme verloren geht. Ein bisschen warm ist normal, aber heiß sollte ein gutes Ladegerät nicht werden.
Mit ein paar kleinen Gewohnheiten bleibt der Akku deines Smartphones, Laptops oder Tablets länger gut
Gut für einen Akku zu sorgen muss glücklicherweise nicht kompliziert sein. Durch etwas bewussteres Laden und dein Gerät nicht zu warm werden zu lassen, kannst du dafür sorgen, dass der Akku deines Handys, Laptops oder Tablets weniger schnell nachlässt. Es sind kleine Gewohnheiten, für die du wenig zusätzliche Mühe aufwenden musst, die aber sehr wohl dafür sorgen können, dass deine Geräte länger angenehm weiterarbeiten. Damit verhinderst du nicht nur einen Stressmoment in dem Moment, in dem er nicht mehr funktioniert – glaube uns: dies kommt niemals zu einem guten Moment –, sondern es ist somit auch besser für die Umwelt!
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Quellen: Verbraucherverband, Apfel, Simyo, Internationale Energieagentur. Bildnachweise: Hauptbild: links: Vlada Karpovich (Pexels), rechts: Amar (Pexels), Tablet: Mibernaa (Pexels), Telefon: Julio Lopez (Pexels), Stecker Steckdose: Kirsten Schoner.



