Nachhaltiges Palmöl oder palmölfreies Leben.

Drei Gründe, warum wir stattdessen Palmöl verwenden sollten

Palmöl? Das Zeug, für das der Regenwald abgeholzt wird und für das viele Menschen am liebsten mit einem großen Bogen durch den Supermarkt laufen? Ja, genau. Und doch ist die Geschichte nicht so schwarz-weiß, wie man oft denkt - wie wir bei thegreenlist.nl seit einiger Zeit. Das jüngste Palmöl-Barometer (2025) von Solidaridad unterstreicht dies einmal mehr. Spoiler-AlarmDas Problem ist nicht das Palmöl selbst, sondern die Art und Weise, wie es hergestellt wird. Tatsächlich könnte die Verwendung von nachhaltig produziertem Palmöl eine der grüneren Entscheidungen sein. Wir erklären, warum.

1. Palmöl ist äußerst effizient

Von allen Pflanzenölen ist Palmöl bei weitem das effizienteste. Auf einem Hektar Ölpalme wird bis zu zehnmal mehr Öl produziert als auf einem Hektar Sonnenblumen, Soja oder Raps. Das macht einen gewaltigen Unterschied. Denn je mehr Öl man aus einem kleinen Stück Land gewinnen kann, desto weniger Anbaufläche braucht man. Und weniger Land bedeutet, dass man weniger Wälder abholzen muss. Vor allem, wenn die Weltbevölkerung weiter wächst und die Nachfrage nach Pflanzenöl steigt, ist das sehr wichtig. Weniger Abholzung bedeutet mehr Platz für Wildtiere, weniger CO2-Emissionen und damit eine bessere Klimabilanz. Das ‘falsche’ Bild von Palmöl wird also plötzlich viel nuancierter.

Dennoch entscheiden sich viele Marken dafür, Palmöl wegzulassen und durch andere Öle zu ersetzen. Das ist gut gemeint, aber leider ist das nicht immer besser für den Planeten. Diese Alternativen brauchen mehr Platz und verursachen oft mehr Umweltschäden. Dies zeigt sich auch an Das Palmöl-Barometer 2025 Von Solidaridad. Und prüfen Sie vor allem diese Tabelle um zu sehen, wie effizient Palmöl im Vergleich zu anderen Nutzpflanzen ist.

2. Nachhaltiges Palmöl gibt es bereits (und Sie verwenden es wahrscheinlich schon)

Wussten Sie, dass es ein Label für nachhaltiges Palmöl gibt? Es heißt RSPO: Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl. Dieses Gütesiegel stellt unter anderem Anforderungen an den Naturschutz, faire Löhne und den Einsatz von Pestiziden. Und obwohl Sie es fast nie auf der Verpackung sehen - viele Hersteller zögern, es explizit zu erwähnen - ist es wahrscheinlich, dass Sie es trotzdem regelmäßig verwenden. Nach Angaben von Solidaridad werden inzwischen etwa 90% des Palmöls in Alltagsprodukten in Europa nachhaltiger produziert - auch wenn dies bei weitem nicht immer auf dem Etikett angegeben ist. Die Chancen stehen also gut, dass Sie bereits unbemerkt nachhaltiges Palmöl verwenden. Nicht perfekt, aber viel besser - und damit etwas, das man eher unterstützen als boykottieren sollte.

3. Eine dringend benötigte Einkommensquelle für Millionen von Menschen

Und noch etwas vergessen wir oft: Hinter den Palmölplantagen stehen auch Menschen. Millionen, um genau zu sein. Viele Kleinbauern in Ländern wie Indonesien, Malaysia, aber auch Kolumbien und Peru sind für ihr Einkommen auf die Ölpalme angewiesen. Wenn wir sie bei der Umstellung auf nachhaltige Produktionsmethoden unterstützen, können sie ein faires Einkommen erzielen, ohne die Umwelt zu schädigen. Und das ist ein echter Fortschritt.

Palmöl ist ein komplexes Thema. Wir können nicht darauf verzichten, und das Beste, was wir tun können, ist, mehr nachhaltiges Palmöl zu wählen.

Was uns das Palmöl-Barometer lehrt

Das Palmöl-Barometer 2025 zeigt, wie komplex die Geschichte hinter Palmöl ist. Ja, es gibt Schattenseiten - wie die Abholzung von Wäldern und schlechte Arbeitsbedingungen - aber es gibt auch Chancen. So wird beispielsweise ein Viertel des weltweiten Palmöls von Familienbetrieben produziert. Für diese Kleinbauern ist Palmöl oft einträglicher als beispielsweise Kakao oder Kautschuk. In Ländern wie Kolumbien und Peru verdienen einige Landwirte mit dem Anbau von Palmöl sogar doppelt so viel, so dass sie ein existenzsicherndes Einkommen erzielen. Für sie bedeutet das eine bessere Ernährung, eine bessere Gesundheitsversorgung, ein besseres Zuhause und Kinder, die zur Schule gehen können. Mit der richtigen Unterstützung kann nachhaltiges Palmöl dazu beitragen, sie innerhalb einer Generation aus der Armut zu befreien.

Gleichzeitig sind viele Landwirte nach wie vor gefährdet. Unsichere Preise, hohe Kosten und unklare Landrechte machen es schwer, nachhaltig zu arbeiten und über die Runden zu kommen. Das Barometer macht eines deutlich: Es kommt nicht darauf an, ob wir Palmöl verwenden, sondern wie. Und wenn wir das gut machen - mit nachhaltigem Palmöl - können wir wirklich etwas bewirken. Für die Menschen, die Natur und das Klima.

Weitere Tipps zum nachhaltigen Einkaufen

Bildnachweis: Kaboompics.com (Erdnussbutter und Shampoo), Palmöl und Palmölplantagen: Solidaridad.

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Abbildung von Saskia Sampimon-Versneij

Saskia Sampimon-Versneij

Gründerin von thegreenlist.nl. Ihr Ziel: so viele Menschen wie möglich für ein nachhaltigeres Leben zu begeistern. Sas hat auch das Buch über nachhaltigen Lebensstil NIKS NIEUWS geschrieben.
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