Ist Matcha so haltbar, wie es aussieht?

Ist Matcha so grün, wie er aussieht?

Matcha. Man sieht ihn überall. Vor allem in der Randstad ist ein Matcha-Latte so normal wie ein Cappuccino. Frisch, grün, schick und - wenn man den Fans glauben darf - supergesund. Aber was ist mit unserem Planeten? Ist Matcha wirklich grün, d. h. nachhaltig? Corine - selbst keine Matcha-Liebhaberin, aber Mutter einer heranwachsenden Tochter, die ein großer Matcha-Fan ist - hat es für Sie herausgefunden.

Was ist Matcha überhaupt?

Matcha bedeutet wörtlich übersetzt ‘gemahlener Tee’. Es ist ein Pulver, das aus den oberen Blättern der Camellia sinensis, der Teepflanze, hergestellt wird. Ja, Sie haben richtig gelesen: ein gewöhnlicher Teestrauch. Kurz vor der Ernte werden diese Pflanzen beschattet. Das sorgt für zusätzliches Chlorophyll und damit für die leuchtend grüne Farbe. Nach der Ernte werden die Blätter gedämpft, getrocknet und superfein gemahlen. Und das ist das Zeug, das man mit einem Bambusbesen in ein Getränk rührt.

Matcha ist also kein Tee, den man ziehen lässt, sondern ein Tee, den man mitsamt den Blättern trinkt. Dadurch erhält man auch alles, was in diesen Blättern steckt: Antioxidantien, Koffein und eine Prise L-Theanin (für die Eingeweihten: das die Wirkung von Koffein abschwächt). Gesundheitsfördernd? Auf jeden Fall. Superfood? Meh, leichte Übertreibung vielleicht. Eine Tasse Matcha enthält etwa 3,5 mg Vitamin C - nett, aber eine halbe Paprikaschote hat mit 90 mg einen viel höheren Wert. Der Vorteil von Matcha ist, dass er einen langsameren, milderen Koffeinschub als Kaffee bewirkt. Ideal, wenn Sie sich konzentrieren wollen, aber nicht zum Hüpfball werden wollen.

Wie nachhaltig ist Matcha also?

Der Hype ist realÜber 4.100 Tonnen Matcha wurden im Jahr 2023 in Japan produziert - fast dreimal so viel wie im Jahr 2010. Diese Beliebtheit ist vor allem auf die gesundheitsfördernden Eigenschaften, die Influencer, die verlockende Farbe und die Tatsache zurückzuführen, dass Matcha inzwischen auf jeder Kaffeekarte seinen Platz gefunden hat. Was man weniger oft hört: Der traditionelle japanische Matcha ist auch eine überraschend nachhaltige Wahl, aber es gibt auch weniger attraktive Optionen und sogar Fälscher auf dem Markt. Zu den guten Sorten: Sie werden in Japan oft biologisch angebaut, ohne den Einsatz von Pestiziden. Die zeremonielle Sorte wird sogar von Hand geerntet und nur die jüngsten, obersten Teeblätter werden ausgewählt.

Auch in puncto Verpackung kann Matcha punkten. Man kauft ihn lose als Pulver. Der Vorteil: keine Teebeutel, die Mikroplastik freisetzen können, und kein unnötiger Abfall. Und auch bei der Betrachtung der nackten Zahlen schneidet Matcha überraschend gut ab. Für ein Kilo Matcha werden etwa 8.856 Liter Wasser benötigt (mehr als doppelt so viel wie für Kaffee). Auch die CO2-Emissionen sind mit 1,9 kg pro Kilo deutlich geringer als die 15,3 kg für Kaffee. Das ist eine gute Nachricht für Matchaliebhaber. Aber wie so oft: Es gibt auch eine Kehrseite dieser grünen Geschichte. Lesen Sie unbedingt mit.

In Japan mahlen die Hersteller die Matcha-Blätter zu einem grünen Pulver, das Sie dann zu Hause als Tee zubereiten können.

Wie werden Matcha-Pflanzen (einigermaßen) angebaut?

Matcha hat im Vergleich zu vielen anderen Teesorten einen ziemlich guten Ruf, wenn es um Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit geht. Das liegt zum Teil daran, dass der meiste Matcha aus Japan kommt. Und dort sind die Lebensmittelsicherheit und die Anbaumethoden im Allgemeinen strenger geregelt als etwa in Indien, China oder Sri Lanka. Vor allem beim teureren, zeremoniellen Matcha geht es um Qualität, Handwerkskunst und den Anbau in kleinen Betrieben. Viele Bauern arbeiten biologisch, und bei guten Marken kann man oft genau nachvollziehen, woher das grüne Pulver stammt.

Doch auch hier gibt es eine Kehrseite der Medaille. Im Jahr 2025 kam es in Japan zu einem starken Rückgang der Produktion von Tencha (den Blättern, aus denen Matcha hergestellt wird), hauptsächlich aufgrund extremer Hitzewellen in der Region Kyoto, auf die etwa ein Viertel der nationalen Produktion entfällt. Die Landwirte mussten Ernteeinbußen von 25% hinnehmen. Die Hitze hat viele Sträucher beschädigt. Und bei neuen Pflanzen, die erst nach fünf Jahren geerntet werden können, ist das kein Problem, das sich über Nacht lösen lässt.

Auch die allgemeinen Auswirkungen des Klimawandels sind zu spüren: Längere Trockenperioden, unregelmäßigere Jahreszeiten und veränderte Erntezeiten setzen den Matcha-Anbau unter Druck. Es handelt sich um eine empfindliche Pflanze, die viel Präzision erfordert. Kurzum, nicht ideal in einem instabilen Klima. Auch Monokulturen auf Plantagen stellen ein Risiko dar. Da Matcha oft jahrelang an denselben Sträuchern angebaut wird, kann dies zu einer Verarmung des Bodens und einem Verlust der Artenvielfalt führen. Zum Glück setzen viele Bioproduzenten auf Fruchtwechsel, natürliche Düngung und Beschattungssysteme aus Bambus oder Solarplanen.

Und dann ist da noch die menschliche Seite. Da die Bevölkerung in der Landwirtschaft immer älter wird, gibt es immer weniger junge Japaner, die diesen Beruf erlernen wollen. Das macht es schwieriger, den arbeitsintensiven Anbau von zeremoniellem Matcha aufrechtzuerhalten.

Wir haben auch festgestellt, dass nicht jeder japanische Matcha automatisch nachhaltig und fair ist. Die steigende weltweite Nachfrage hat auch zu höheren Produktionsmengen geführt. Vor allem bei den billigeren Exportsorten gibt es weniger Transparenz über die Arbeitsbedingungen. Es gibt Anzeichen für einen Arbeitsdruck bei befristeten Saisonarbeitern während der Ernte - etwas, das im gesamten Agrarsektor vorkommt, auch in Japan. Tipp: Sehen Sie, ob eine Marke etwas über ihre Lieferkette, Methoden und Zertifizierungen erzählt.

Achten Sie schließlich auf die Herkunft. Der meiste hochwertige Matcha kommt nach wie vor aus Japan, insbesondere aus Regionen wie Uji, Nishio und Shizuoka. Zunehmend kommt Matcha aber auch aus Ländern wie China, Südkorea, Taiwan, Vietnam und sogar den USA. Diese Sorten sind oft billiger, aber nicht immer von gleicher Qualität - und manchmal sogar (absichtlich) falsch als ‘japanischer Matcha’ etikettiert. Gefälschte also. Prüfen Sie also das Etikett sorgfältig, wenn Sie wirklich auf Qualität setzen wollen.

Warum ist Matcha-Pulver so teuer?

Das 30-Gramm-Glas für 8 € ist ein ziemlicher Schluck. Aber es steckt auch etwas hinter diesem Preisschild: Die Ernte erfolgt von Hand. Nur die schönsten Blätter werden ausgewählt und dann folgt der ganze Prozess des Dämpfens, Trocknens und Mahlens. Es überrascht nicht, dass guter Matcha auch etwas kostet. Und Vorsicht: Billiger Matcha ist oft von minderer Qualität - mit Stängeln oder niedrigeren Blättern - und das schmeckt man auch. Bitter, säuerlich, flach. Matcha von guter Qualität hingegen schmeckt tatsächlich weich und cremig, mit dem typischen Umami und einem süßen, fast schokoladigen Nachgeschmack. Wenn Sie sich also für Matcha entscheiden, machen Sie es richtig. Ihre Geschmacksknospen (und der Planet) werden es Ihnen danken.

So ist der grüne Matcha also

Matcha schneidet in Sachen Nachhaltigkeit erstaunlich gut ab. Zumindest, wenn man eine japanische Qualitätssorte erwischt. Die Produktion erfolgt häufig in biologischem Anbau und in kleinem Maßstab, und der Wasser- und Energieverbrauch ist geringer als bei Kaffee. Aber es handelt sich immer noch um ein Produkt aus der Ferne. Und nicht jeder Matcha wird auf faire und transparente Weise hergestellt. Surfen Sie auf dem Matcha-Hype mit? Dann entscheiden Sie sich für Bio-Matcha aus Japan von einer Marke, die ihre Herkunft und Produktionsmethoden offenlegt. Und für Kinder: nicht mehr als eine Tasse pro Tag!

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Quellen: Innen nach außen, Gesundheitswissenschaft, Heymatcha, Losetheekopen, Radar, Reuters, Tee und Kaffee, Jugend-Nachrichten. Bildnachweis: Hauptbild links und Mitte: Charlotte May (Pexels), Hauptbild rechts: Mizunokozuki (Pexels), Matcha-Mutter: Roselene de Koning, Tee: Silviopelegrin (Pexels).

Ursprünglich auf Niederländisch verfasst und automatisch übersetzt, um weltweit zu einem grüneren Lebensstil zu inspirieren.

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Abbildung von Corine Snel

Corine Snel

Corine hat einen Hintergrund im Journalismus, ist aber jetzt Lehrerin der Klasse 3 an einer Schule in Amsterdam. Sie unterrichtet Kinder im Schreiben, Lesen und Rechnen, aber auch darin, wie man sein Bestes für eine nachhaltigere Welt geben kann. Schwierige Dinge einfach zu erklären, ist ihr Ding. Eine Bereicherung!
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Corine Snel

Corine hat einen Hintergrund im Journalismus, ist aber jetzt Lehrerin der Klasse 3 an einer Schule in Amsterdam. Sie unterrichtet Kinder im Schreiben, Lesen und Rechnen, aber auch darin, wie man sein Bestes für eine nachhaltigere Welt geben kann. Schwierige Dinge einfach zu erklären, ist ihr Ding. Eine Bereicherung!

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