In den Nachrichten wird regelmäßig über überfüllte Secondhand-Läden berichtet. Der Input strömt schneller herein, als sie ihn sortieren können. Unter den verborgenen Schätzen befindet sich leider auch viel Gerümpel. Dinge, die eigentlich reif für die Mülltonne sind, aber trotzdem im Secondhand-Laden landen. Das wollen sie nicht immer. Obwohl mancher ‘Schrott’ insgeheim durchaus willkommen ist. Denn was sich nicht mehr verkaufen lässt, kann manchmal noch recycelt werden. Und das bringt Geld ein, um den Wohltätigkeitsladen am Laufen zu halten. Saskia hat einen Blick hinter die Kulissen ihres Secondhand-Ladens De Boem in Amstelveen geworfen und entdeckt, welche Gegenstände noch überraschend wertvoll sind. Also gib sie weiter ab!
Womit werden Sie den Kreis glücklich machen?
Hinter den Kulissen des Secondhand-Ladens ist klar: Etwa die Hälfte der Sachen, die dort abgegeben werden, ist unverkäuflich. Die Leute geben aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit Dinge ab, die eigentlich nicht mehr in den Laden passen. Alles muss aussortiert, getrennt und fachgerecht entsorgt werden. Das kostet Zeit und Personal. Die Botschaft ist also klar: Bringen Sie nicht einfach alles zum Recyclinghof. Wir sind kein Recyclinghof. Gleichzeitig gibt es auch etwas Wertvolles in diesem Müll. Dinge, die nicht mehr verkauft werden können, aber wiederverwertbar sind und Geld einbringen, damit Ihr Lieblingsfahrrad weiterfahren kann. Womit macht man also den Kreislauf glücklich? Wir gehen mit Ihnen die wichtigsten Ströme durch.
Altmetall ist Geld wert!
Metall steht dabei ganz oben auf der Liste. Also ja, die alte Bratpfanne mit abgenutzter Antihaftbeschichtung sollte nicht gedankenlos in den Müll geworfen werden. Denken Sie auch an Besteck, kaputte Lampen, Metallgeschirr, Werkzeuge, Wasserhähne, Türgriffe oder einen Kochtopf ohne Deckel. Alles, was aus rostfreiem Stahl, Aluminium, Kupfer, Messing, Blei oder einfachem Eisen besteht, ist herzlich willkommen. Es wird separat gesammelt, sorgfältig getrennt und für das Recycling vorbereitet.
Mit einem einfachen Magneten können sie sofort sehen, was was ist. Bleibt er haften, dann ist es Eisen. Fällt er ab, handelt es sich um ein Nichteisenmetall wie Aluminium oder Kupfer. Und das bringt Geld ein. Altes Eisen bringt etwa 10 bis 15 Cent pro Kilo. Aluminium und rostfreier Stahl etwa 1 Euro pro Kilo. Kupfer sogar noch mehr: rund 1,50 Euro pro Kilo. Abfall ist hier also nur ein Rohstoff.
Auch größere Metallgegenstände verschwinden nicht einfach im Restmüll. Draußen steht die Eisentonne. Dort kommen Grills, Fahrräder, Bettgestelle, kaputte Heimtrainer und andere große Eisengegenstände hinein. Kurz gesagt, alles, was aus normalem Eisen besteht, gehört dort hinein. Es wird getrennt gesammelt, und auch dieser Strom kann ordnungsgemäß recycelt werden.



Ein Besuch im Secondhand-Laden, nicht um einzukaufen, sondern um zuzusehen, wie unverkäufliche Dinge ordentlich entsorgt werden.
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Auch alte Elektronik ist eine Goldgrube
Wir gehen eine Tür weiter zum nächsten Container. Alte Elektrogeräte sind auch mehr wert, als man denkt. Tatsächlich nimmt der Secondhand-Laden diese Art von Dingen gerne an. Denken Sie an Bildschirme, alte Stereotürme, Ventilatoren, Tastaturen und Drucker. Unter Der Boom Jede Woche kommen etwa 10 alte Tastaturen herein und manchmal sogar sechs Drucker pro Tag. Nur die besten schaffen es in die Werkstatt. Was nicht mehr verkauft werden kann, geht an eine Aufbereitungsanlage, wo die Geräte zerlegt und recycelt werden. Der Grund dafür ist, dass diese Geräte Rohstoffe enthalten, die knapp sind. Aluminium, Kupfer und sogar geringe Mengen an Gold. Alles, was einen Stecker hat, gehört also in die Elektroschrotttonne. Die meisten Geräte werden zunächst getestet, es sei denn, es ist sofort klar, dass sie wirklich verbraucht oder hoffnungslos veraltet sind. Ein riesiger, sperriger Computermonitor aus den 1990er Jahren zum Beispiel wandert direkt in die Recyclingtonne.
Recycling alter Kabel!
Und dann sind da noch die Kabel. Sie scheinen wertlos zu sein, aber sie enthalten Kupfer. Und das ist Geld wert. Mit rund 1,50 € pro Kilo ist es einer der wertvollsten Rohstoffe für den Kreislauf. Wenn man die Kabel so abgibt, wie sie sind, gehen sie in den Metallstrom. Abisoliert würde dieser Abfallstrom sogar noch mehr bringen, aber der Kreislauf hat einfach nicht immer die Zeit oder die Kapazität dafür. Dieses Kupfer kann wiederverwendet werden. Und das ist auch dringend nötig, denn wir haben einfach zu wenig von dieser Art von Metall.
Recycling von Büchern: Machen Sie es besser selbst!
Dann die Bücher. Hier muss man wirklich kritisch sein. Der Kreislauf erhält Stapel von vergilbten Taschenbüchern, alten Enzyklopädien, Atlanten und Wörterbüchern. Mehr als die Hälfte der eingesandten Bücher wird abgelehnt. Schimmlige Exemplare, Bücher, die riechen, kaputt oder schmutzig sind, kommen ohnehin nicht in den Laden. Romane, Kinderbücher und aktuelle Sachbücher verkaufen sich zum Glück noch gut. Aber Enzyklopädien und alte Atlanten? Die bleiben. Was nicht verkauft werden kann, verschwindet draußen in einem großen Papiercontainer. Wenn er voll ist, wird er zum Recycling abgeholt. Das Papier wird zu Toilettenpapier, Küchenrollen, Pappe oder neuem Papier verarbeitet. Besser als Verbrennen, ganz sicher. Aber es bringt dem Kreislauf nichts und kostet vor allem Zeit. Der dringende Rat: Geben Sie nicht alles aus Papier einfach so ab. Nur Bücher, die jemand wirklich lesen will. Den Rest entsorgt man besser selbst.
Auch Kleidung bekommt ein zweites Leben
Nicht alle abgegebenen Kleidungsstücke landen im Laden. Abgenutzte Hemden, kaputte Reißverschlüsse, ausgebeulte Pullover oder Socken ohne Partner werden aussortiert. Aber das bedeutet nicht automatisch Abfall. Die Textilien werden am Fahrrad getrennt gesammelt und dem Recycling zugeführt. Daraus werden zum Beispiel neues Garn, Dämmmaterial, Polster für Möbel oder Putztücher hergestellt. Doch wie bei Büchern steht dahinter meist kein Erlösmodell. Die Entsorgung von Altkleidern ist sogar oft kostenpflichtig. Also noch einmal: Geben Sie alte Kleidung nicht leichtfertig ab. Ist sie unverkäuflich? Dann bringen Sie sie selbst zum Textilcontainer. Kleiner Aufwand und der Kreislauf wird es Ihnen danken.
Was geben Sie im Secondhand-Laden ab und was nicht?
Ein Secondhand-Laden ist keine Mülldeponie. Aber es ist auch nicht so schwarz-weiß wie ‘alles, was kaputt ist, ist nicht erlaubt’. Metall, alte Elektronik und Kabel liefern Rohstoffe und manchmal auch Geld für den Laden. Damit helfen Sie dem Charity Shop also wirklich. Bei Büchern und Kleidung ist die Situation anders. Was nicht verkauft werden kann, kann oft recycelt werden, aber die Entsorgung kostet Geld und Arbeitskraft. Deshalb rufen wir Sie dazu auf, alte Textilien und Bücher selbst am Wertstoffhof abzugeben. Auf diese Weise helfen Sie dem Kreislauf, seine Zeit und sein Personal sinnvoll einzusetzen, und sorgen dafür, dass er weiterhin das tun kann, was er soll: Recycling ermöglichen.
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Bildnachweis: thegreenlist.nl.



