Extreme Hitze, heftige Stürme und Überschwemmungen: Der Klimawandel hinterlässt überall auf der Welt seine Spuren. Tropische Paradiese wie die Malediven, die Seychellen, die Bahamas und sogar Bonaire sehen ihre Strände aufgrund des steigenden Meeresspiegels verschwinden. Aber auch vor unserer Haustür, in Europa, haben wir damit zu kämpfen. Entlang der europäischen Küsten rücken die Wellen immer weiter vor und immer mehr Land verschwindet im Meer. Wo geschieht dies und wie geschieht es?
Wird Europa Stück für Stück im Meer versinken?
In Zusammenarbeit mit Mediabuild
Wenn wir an den Klimawandel denken, denken wir oft an ferne Länder, aber auch in Europa ist das Wasser auf dem Vormarsch. Nach Angaben von ExpressVPN und ihre Untersuchungen zeigen, dass dies an mehreren Orten auf der Welt geschieht, und Europa ist keine Ausnahme. Der steigende Meeresspiegel und extreme Wetterbedingungen führen dazu, dass Küstenlinien verschwinden, Inseln schrumpfen und niedrig gelegene Gebiete zunehmend überflutet werden. Dies ist nicht nur auf die globale Erwärmung zurückzuführen, sondern auch auf Senkungen, Erosion und menschliche Eingriffe wie die Abholzung von Wäldern und groß angelegte Bauprojekte. Die Kombination dieser Faktoren macht einige Regionen besonders anfällig.
Wie kann Land im Meer verschwinden?
Das Verschwinden von Land ist nicht nur eine Frage des steigenden Wassers. Küsten und Inseln sind mit mehreren Prozessen konfrontiert, die zusammen zum Landverlust führen. Dies sind die Hauptursachen:
- Menschliche Eingriffe: Abholzung, Verstädterung und Bauprojekte schwächen den natürlichen Küstenschutz, so dass das Land schneller verschwindet.
- Anstieg des Meeresspiegels: Durch die globale Erwärmung schmelzen die Eisschilde und das Wasser der Ozeane dehnt sich aus, wodurch der Meeresspiegel steigt.
- Bodensenkungen: Einige Gebiete sinken aufgrund natürlicher Prozesse oder menschlicher Aktivitäten wie der Grundwasserentnahme langsam ab.
- Erosion: Wellen und Stürme brechen Küstenlinien auf, und durch den Klimawandel verursachte schwerere Wetterlagen beschleunigen diesen Prozess.
Diese Orte in Europa versinken langsam im Meer
Nicht nur tropische Inseln leiden unter dem steigenden Meeresspiegel. Auch in Europa dringen die Wellen immer weiter vor, und die Küstenlinien verschwinden Stück für Stück. Hier sind fünf Orte, an denen das Wasser auf dem Vormarsch ist:
1. Niederlande: die Watteninseln
Texel, Vlieland, Terschelling Ameland und Schiermonnikoog, kurz gesagt, unsere eigenen Watteninseln, sind von Erosion und Meeresspiegelanstieg betroffen. Die Küstenlinie geht jedes Jahr um mehrere Meter zurück, und ohne Maßnahmen wie die Auffüllung des Sandes wären einige Strände und Dünen bereits weitgehend verschwunden. Insbesondere das Schüsselgebiet bei Vlieland droht so stark zu verlanden, dass die Sandbänke um das Jahr 2030 nicht mehr trocken fallen werden. Dadurch wird buchstäblich weniger Land übrig bleiben. Diese Veränderung der Landschaft ist bedauerlich für Touristen, aber eine Katastrophe für die Flora und Fauna des Gebiets.
2. Italien: Venedig
Venedig sinkt nicht nur wegen des steigenden Meeresspiegels, sondern auch wegen der Senkungen. Die Stadt liegt auf Holzpfählen, die im Laufe der Jahre im sumpfigen Boden versinken. Der berühmte Markusplatz wird regelmäßig überflutet, weil der Wasserstand extrem hoch ist (acqua alta). Vielleicht haben Sie ihn einmal in einem sensationellen TikTok-Film vorbeiziehen sehen, aber es ist wenig witzig, wenn ein Weltwunder (UNESCO-Erbe!) wie Venedig unterzugehen droht.
3. Frankreich: Aquitaine (Südwestküste)
Wenn Sie schon einmal dort Urlaub gemacht haben, haben Sie es wahrscheinlich gar nicht bemerkt, aber an der Westküste Frankreichs verschwindet immer mehr Land im Meer. In der Nähe von Aquitanien, am Atlantik, verschlingt die Natur jedes Jahr Dutzende von Metern Strand durch Erosion. Immer heftigere Stürme und der steigende Meeresspiegel lassen Dünen und Klippen langsam zerbröckeln. Küstenstädte und Campingplätze sind bedroht, und wenn nicht eingegriffen wird, wird sich die Küste weiter zurückziehen.
4. Deutschland: Halligen in der Nordsee
Mitten im deutschen Wattenmeer, im Bundesland Schleswig-Holstein, liegen die Halligen: eine Gruppe von kleinen, unverteidigten Inseln, die bei Sturmfluten weitgehend unter Wasser verschwinden. Anders als die größeren Watteninseln wie Sylt und Borkum sind die Halligen nicht eingedeicht, was sie besonders anfällig für den steigenden Meeresspiegel und heftigere Stürme macht. Die noch 10 bewohnten Inseln haben Häuser, die auf Hügeln gebaut sind, um trockene Füße zu behalten, aber ohne zusätzliche Maßnahmen laufen einige Halligen Gefahr, langfristig unbewohnbar zu werden.
5. Dänemark: Die Westküste Jütlands
Die zerklüftete Westküste Jütlands wird seit Jahrhunderten von Wind und Wellen der Nordsee geformt. Heutzutage verliert Dänemark jedoch immer mehr Land an das Wasser. Die Kombination aus Meeresspiegelanstieg, Stürmen und Küstenerosion bedroht Dörfer und Straßen. In einigen Gebieten müssen regelmäßig Sandbarrieren errichtet werden, um zu verhindern, dass das Meer Küstenabschnitte verschluckt. Ohne diesen Schutz würden Teile von Jütland in wenigen Jahrzehnten einfach verschwinden.
Quellen: rijkswaterstaat.nl, nemokennislink.nl, climatehelpdesk.org, Schutz der Umwelt.nl. eucc-d.de, Wetter.nl. Bildnachweis: Daniel Frank (Pexels).











