Spaziergang zur Wildsammlung mit Verkostung von Wildsammlerpesto.

Auf einer Wildblumenwanderung in Amsterdam

Wildsammeln und mehr über essbare Pflanzen zu lernen, stand schon seit einiger Zeit ganz oben auf Saskias Wunschliste. Zeit, etwas zu tun! Und so machte sie mit Katja Wezel von Wilderlust einen Wildsammel-Spaziergang im Amsterdamer Wald. Sie weiß alles über essbare Pflanzen, Blumen, Beeren und Pilze. und organisiert Wildbeobachtungsgänge im ganzen Land.

Bei einem Spaziergang zur Wildauswahl?

Löwenzahn, Gänseblümchen, Brennnessel, Raps, Holunder, Wegerich: Um uns herum wachsen alle möglichen Pflanzen und Blumen, die man essen kann und die in vielen Fällen sehr gesund und sogar heilend sind. Ich wollte mehr darüber erfahren, aber nur unter der Anleitung eines Experten. Und so ging ich mit meiner Familie auf eine Wildblumensammelwanderung. In zwei Stunden machten wir einen wunderschönen Spaziergang durch den Amsterdamer Wald und lernten allerlei über die Pflanzen, die ich mir normalerweise nicht anschauen würde. Seitdem betrachte ich den kleinen Park in unserer Nachbarschaft, an dem ich regelmäßig auf dem Weg zum Supermarkt vorbeikomme, mit ganz anderen Augen. Plötzlich entdecke ich alle möglichen essbaren Exemplare in meiner eigenen Straße! Und das alles dank dieses unterhaltsamen Nachmittags im Amsterdamer Wald.

Spaziergang zum Wildsammeln im Amsterdamer Wald

Unsere Naturführerin Katja weiß alles über Heilpflanzen und Blumen: ‘Ich hatte schon immer eine große Liebe zur Natur. Schon von klein auf war ich mit meiner Großmutter und meiner Mutter im Wald unterwegs, um essbare Pilze und Beeren zu suchen. In den letzten Jahren habe ich mich intensiv mit essbaren und heilenden Pflanzen und Blumen beschäftigt, ich bin jeden Tag damit beschäftigt und liebe nichts mehr. Diese Liebe zur Natur möchte Katja den Menschen vermitteln, indem sie Wildblumensammelwanderungen und Online-Wildblumensammelkurse organisiert, die man selbst zu Hause durchführen kann.

Essbare Pflanzen und Heilpflanzen

Bei einem zweistündigen Spaziergang mit Katja lernt man gängige essbare Arten zu erkennen, bekommt Tipps, wie man sie in die Mahlzeiten einbauen kann, und erfährt auch, welche Heilwirkungen diese Pflanzen haben. Und dass Pflanzen tatsächlich eine heilende Wirkung haben können, habe ich gleich selbst erfahren. Ich hatte eine schmerzhafte, aufgeplatzte Nagelhaut und habe auf Katjas Rat hin Wegerich darauf gelegt. Innerhalb von zwei Tagen war die Wunde verheilt und die Haut wieder normal. Das würde normalerweise viel länger dauern. Der Spaziergang endet mit einer kleinen Verkostung. Katja hat uns eine hausgemachte Tapenade aus Bärlauch und einen alkoholfreien Sekt aus Mädesüß, einer Pflanze, die hier am Wasser reichlich wächst, serviert. Der Snack und das Getränk waren herrlich! Kann man sie auch kaufen und mit nach Hause nehmen? Dafür muss man leider selbst in den Wald gehen.....

Wildsammelwanderung mit Verkostung. Wenn Sie mit Katja unterwegs sind, sehen Sie plötzlich überall unter einem umgestürzten Baumstamm essbare und medizinische Pflanzen wie Wegerich und Pilze. Die violette Blüte ist eine essbare Kuckucksblume und Frank zeigt (Foto 4), dass Holunder auf Sellerie scheint.

Liste für den Neuling in der Spieleauswahl

Auch mit wenig Pflanzenkenntnissen kann man bei einem Spaziergang ganz leicht (und sicher) einige schöne Pflanzen und Blumen entdecken, die man für Rezepte verwenden kann. Ich teile die schönsten Wildpflück-Tipps, die Katja während der Wanderung gegeben hat:

  • Schauen-ohne-Schauen: Zwiebel-Lauch-ähnlicher Geschmack. Enthält viermal mehr Vitamin C pro Gramm als Orangen. Senf kann aus den Samen hergestellt werden. Köstlich in Pestos oder scharfen pikanten Gerichten. Und die Wurzel schmeckt wie Meerrettich!
  • Taubnessel: ein Frauenkraut, lindert Menstruationskrämpfe und hilft gegen übermäßige Blutungen während der Menstruation. Hat einen erdigen Geschmack. Katja verwendet es gerne in einem Omelett oder einer Quiche.
  • Brennnessel: steckt voller Vitamine und Mineralien und ist für viele Dinge gut! Wirkt unter anderem blutreinigend, entzündungshemmend und abwehrstärkend. Ein Brennnessel-Tempura kann Katja empfehlen. Uff, das klingt wirklich gut.
  • Rapssamen: ist reich an Senfglykosiden, die der Pflanze den würzigen, kohlartigen Senfgeschmack verleihen und viele Antioxidantien enthalten. Tipp: wie eine Art Brokkoli blanchieren.
  • Hundskraut: Gut bei Husten und Bronchitis. Verwenden Sie diese kleine Pflanze in kleinen Mengen als Kraut. Es ist köstlich in Kräuterbutter!
  • Veldkers: Sehr schöne kleine Pflanze, vergleichbar mit der Gartenkresse. Sie ist voll von Mineralien und Vitamin C. Köstlich auf einem Sandwich mit Hummus oder altem Käse.
  • Löwenzahn: diese Blume hat Superkräfte und du kannst leckere Limonade oder Honig davon. Löwenzahn ist ein starkes Leberreinigungsmittel, das gleichzeitig die Nieren anregt, Abfallprodukte aus dem Körper zu entfernen.
  • Bodenältester: Sie ist mit Sellerie und Petersilie verwandt. Sie wächst sehr schnell, weshalb Menschen mit Gärten sie nicht gerne mögen. Und doch ist er ein supergesundes Pflänzchen, das voller Vitamin A und C, Antioxidantien, Proteine und Mineralien steckt. Katja findet, dass gemahlener Holunder zu fast allem schmeckt, denn er hat den Geschmack von Petersilie/Karotte/Sellerie. Man kann ihn als eine Art Spinat verwenden, aber auch in pestos, herzhafte Pasteten und Pfannengerichte sind ein Genuss.
  • Ältester: die Holunderblüte regt das Immunsystem an und wirkt unter anderem beruhigend auf die Schleimhäute, also gut bei Halsschmerzen und Husten, zum Beispiel. Tempura aus Holunderblütenblättern (mit Puderzucker oder Sojasauce) sind ein echter Genuss! Hier finden Sie unser Rezept für Holunderblütenlimonade.
  • Pfingstblume: ist wie Raps mit Brokkoli und Rosenkohl verwandt. Er schmeckt ein bisschen wie Marzipan. Die schönen lila Blüten sehen auch sehr festlich aus. Sie sind reich an Vitamin C.
  • Gänseblümchen: auch diese Blume ist essbar, gesund und super gemütlich. Nur der Geschmack ist ein bisschen bitter. Diese Blume ist ein Leckerbissen, der Ihr Frühstück, Ihre Suppe oder Ihren Salat aufpeppt. Wirkt beim Auftragen beruhigend auf die Haut und ist wundheilend.
  • Dachs-Knoblauch: Riecht nach Knoblauch und schmeckt auch so. Köstlich in einer pesto. Es ist auch reich an Eisen und Vitamin C und hat somit eine positive Wirkung auf das Immunsystem. Wir haben auch Bärlauch-Salz und Knoblauchbutter entlang.
  • Mädesüß: das natürliche Aspirin. Wirkt unter anderem schmerzlindernd und fiebersenkend. Der Geruch ist honig- und mandelartig, aber manche finden ihn auch medizinisch/pflasterähnlich. Aus der Blüte lässt sich ein köstlicher Sirup herstellen, der wiederum für die Zubereitung von Limonaden, Cocktails oder Eis verwendet werden kann.

Vorsicht vor giftigen Pflanzen

Katja betont, dass es wichtig ist, sich gut zu informieren, bevor man sich zum Wildsammeln entschließt. Katja: ‘Beginnen Sie mit einfachen Arten und lernen Sie, giftige Pflanzen zu erkennen. Das muss man sehr ernst nehmen, denn einige giftige Arten ähneln den essbaren Arten. Nehmen Sie zum Beispiel das Flötenkraut. Diese Pflanze ist eine bekannte essbare Pflanze. Trotzdem würde ich nicht mit einer solchen Pflanze anfangen, denn die Kuhschelle hat einige sehr giftige Brüder’. Während des Spaziergangs kippt Katja auch ihre Pflanzenbibel: ‘das Buch Essbare Wildpflanzen ist ihrer Meinung nach für jeden Wildsammler unverzichtbar. Ich benutze den Leitfaden immer noch täglich. Anfängern im Wildsammeln rate ich immer, zuerst den letzten Abschnitt über giftige Pflanzen gründlich durchzuarbeiten.‘

Sicheres Pflücken von Wild

  • Pflücken Sie nur, wenn Sie sicher sind, dass es sich um eine essbare Art handelt. (Zu Bestimmungszwecken ist es manchmal sinnvoll, etwas zu pflücken. Pflücken Sie in diesem Fall nur das, was für die richtige Bestimmung notwendig ist).
  • Nehmen Sie immer einen Feldführer mit, um die Arten zu bestimmen.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie zu Hause mehrere Bücher zur Wildauswahl haben, damit Sie die gefundenen Sorten vergleichen können.
  • Nehmen Sie immer ein aufgeladenes Telefon mit, um auf das Internet oder eine Pflanzen-App zuzugreifen.

Verbot der Wildentnahme

Es ist wichtig, dass Sie wissen, was Sie pflücken. Zum Beispiel hat der Bärlauch, wie die Kuhpetersilie, auch einen giftigen Doppelgänger. Und das gilt eigentlich für viele kleine Pflanzen. Außerdem ist das wilde Pflücken in den Niederlanden offiziell verboten, es wird aber geduldet. Es ist wichtig, sich an eine Reihe von Wildpflückregeln zu halten, damit wir alle weiterhin die Natur genießen können.

  • Sie pflücken keine empfindlichen/gefährdeten Pflanzen.
  • Man pflückt keine Pflanzen, von denen es nur wenige zusammen gibt.
  • Man pflückt nicht in geschützten Gebieten.
  • Als Leitlinie gilt: Sammeln Sie nicht mehr als eine Pilzkiste für den Eigenbedarf (einzige Ausnahme: Holunder).
  • Wählen Sie immer mit Liebe und Respekt für die Natur und die Umwelt.
  • Wählen Sie nur das aus, was Sie verwenden werden.
  • Schneiden Sie die Pflanze vorsichtig und mit Bedacht und lassen Sie sie einfach weiter wachsen.
  • Seien Sie freundlich zu den Tieren, stören Sie sie nicht, um Ihr Spiel zu pflücken.
  • Verlassen Sie die Natur immer schöner, als Sie sie vorgefunden haben. Siehst du zum Beispiel bei deinem Spaziergang ein verirrtes Stück Plastik herumliegen? Nehmen Sie es mit, um es wegzuwerfen.

Auch auf einem Spaziergang zum wilden Pflücken?

Katja organisiert mit ihrem Unternehmen Wilderlust Wildsammelwanderungen und Online-Wildsammelkurse. Die Wanderungen finden oft in der Umgebung von Amsterdam statt, aber Katja kann nach Vereinbarung auch zu Ihnen in die ganzen Niederlande kommen. Eine Wildsammelwanderung ist auch ein tolles Geburtstagsgeschenk oder ein toller Teamausflug! Siehe mehr über Wilderlust.

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Bildnachweis: thegreenlist.nl.

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Abbildung von Saskia Sampimon-Versneij

Saskia Sampimon-Versneij

Gründerin von thegreenlist.nl. Ihr Ziel: so viele Menschen wie möglich für ein nachhaltigeres Leben zu begeistern. Sas hat auch das Buch über nachhaltigen Lebensstil NIKS NIEUWS geschrieben.
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