Du siehst es oft in Wohnmagazinen und auf wunderschönen Instagram-Bildern: Inneneinrichtungen, in denen alt und neu perfekt zusammenpassen. Das möchtest du auch selbst, aber du bist nicht gerade ein Einrichtungsstylist. Glücklicherweise muss das auch gar nicht sein. Gerade durch das langsame Sammeln von schönen Möbeln, Objekten und Details entsteht eine Inneneinrichtung, die wirklich zu dir passt. Mit diesen Tipps mischst du gebraucht und neu überraschend geschmackvoll durcheinander.
Schnelle Möbel machen unsere Häuser immer ähnlicher (und das ist schade)
Vielleicht hast du es schon geahnt, aber genauso wie bei Kleidung werden wir auch bei Inneneinrichtung ständig dazu verleitet, den neuesten Trends zu folgen. Letztes Jahr musste alles rosafarben ‘Mochaschaum’ und organisch sein, jetzt tauchen überall wieder andere Trendfarben oder wie Indigo. Alles wunderbar, natürlich, aber bevor man sich versieht, ist man verführt und man möchte schon wieder einen neuen Schrank, andere Stühle oder eine komplett andere Atmosphäre im Haus. Die Folge? Große Ausgaben, Möbel, die oft nicht jahrelang halten – es heißt nicht umsonst ‘Fast Furniture’ – und Interieurs, die immer mehr und mehr einander ähneln. Ein bisschen wie Fast Fashion, aber dann für Ihr Wohnzimmer. Schade eigentlich, denn ein Haus wird gerade viel persönlicher von Dingen, die Sie im Laufe der Zeit sammeln. Eine Mischung aus Alt, Neu, gebrauchten und aufgearbeiteten Fundstücken fühlt sich oft viel eigenwilliger an als ein Interieur, das direkt aus einem Showroom kommt.
Aber ehrlich: Das ist ziemlich schwierig. In einem Möbelhaus sieht man sofort, wie alles schön zusammenwirkt, weil es bereits von jemandem zusammengestellt wurde, der Ahnung von Styling hat. Gebrauchte und neue Dinge selbst zu kombinieren, fühlt sich deshalb manchmal wie ein kleines Risiko an. Denn was, wenn es trotzdem unordentlich wird oder überhaupt nicht zusammenpasst? Glücklicherweise muss das mit ein paar cleveren Tricks gar nicht so sein!
1. Machen Sie zuerst ein Moodboard
Besonders wenn man online auf Flohmärkten oder in Secondhand-Läden sucht, kann man sich in den vielen Optionen komplett verlieren. Von Vintage-Schränken bis zu alten Türen, antiken Spiegeln und Brocante-Accessoires, überall sieht man etwas Schönes. Deshalb hilft es enorm, zuerst ein Moodboard mit Gegenständen, aber auch (sehr wichtig!) Farben, Materialien und Wohnstilen zu erstellen, die Sie ansprechen. Pinterest ist dafür Ihre beste Freundin! So wird es viel einfacher, gezielt zu suchen und Sie vermeiden Impulskäufe, die am Ende doch nicht zusammenpassen. Sehen Sie etwas Schönes, aber es passt nicht zum Moodboard? Lassen Sie es dann wirklich liegen, egal wie schön es ist. Es passt einfach nicht in Ihren Plan!
2. Mischen Sie alte Funde mit neuen Details
Gerade die Kombination aus Alt und Neu macht ein Interieur spannend. Ein moderner Schrank bekommt plötzlich viel mehr Charakter durch Vintage-Knöpfe oder antike Griffe vom Flohmarkt. Umgekehrt funktioniert es auch überraschend gut: eine alte Tür, ein gebrauchter Schrank oder ein Vintage-Möbelstück wirkt sofort frischer mit neue Türbeschläge (Türbeschläge kann man ganz einfach online kaufen). Solche alten Gegenstände verleihen einem Interieur oft enorm viel Atmosphäre und Charakter. Wirkliche Blickfänge, die die Leute sofort ansehen, wenn sie hereinkommen. Und das Schöne ist: Mit guten Klinken, Scharnieren, Griffen und stabilen Handlaufhaltern kann man alte Fundstücke auf diese Weise einfach praktisch und robust für den täglichen Gebrauch machen. So vereint man Charme mit Komfort, ohne dass es unpraktisch wird.
3. Akzeptieren Sie, dass ein Interieur nie wirklich fertig ist
Ein persönliches Interieur entsteht meist nicht an einem Wochenende. Und vielleicht ist genau das das Schöne daran. Machen Sie eine Liste mit Dingen, nach denen Sie noch suchen, und geben Sie sich Zeit, schöne Funde zu machen. Ein zeitloses Interieur wächst langsam mit Ihrem Leben mit. Sie werden weiterhin schieben, sammeln und manchmal etwas ersetzen. Betrachten Sie es daher nicht als ein Projekt, das so schnell wie möglich abgeschlossen sein muss, sondern eher als ein Hobby, an dem Sie jahrelang Freude haben!
Foto: Stanislav Kondratiev, Pexels.



