Nachhaltiger Schal von Bufandy aus Alpakawolle aus Peru.

Wie haltbar ist ein Alpakawollschal?

Ich bin schon lange auf der Suche nach einem wirklich guten, nachhaltigen Schal, der nicht juckt und trotzdem warm hält. Einer aus natürlichen Materialien, ohne Tierleid und mit geringer Umweltbelastung. Das ist ein ganz schöner Wunschzettel. Saskia hat einen Tipp bekommen: einen Schal aus Alpakawolle von der Fair Fashion Marke Bufandy.

Ist Schafwolle schlecht für das Klima?

In Zusammenarbeit mit Bufandy

Wenn ich an einen warmen Schal denke, denke ich an Wolle, schön und warm. Aber wussten Sie, dass Schafwolle definitiv kein nachhaltiges Material ist? Wenn man an Wolle denkt, denkt man schnell: ‘Das ist ein schönes Naturmaterial, das muss eine gute Wahl sein’. Aber die Schafzucht ist, wie auch die Rinderzucht, unglaublich schädlich für den Planeten und trägt zur globalen Erwärmung bei. Schafe fressen eine Menge. Und bei der Verdauung ihrer Nahrung werden in ihren Därmen Gase freigesetzt. Und die müssen raus. Deshalb rülpsen und furzen sie viel, so dass Schafe, wie auch Kühe, große Mengen Methan produzieren. Methan ist ein sehr starkes Treibhausgas, das 28-mal stärker ist als CO2. Und das ist noch nicht alles. Die Schafzucht schadet auch der Umwelt, denn in der Wollindustrie werden viele Chemikalien verwendet, und auch das Tierleid ist nicht ohne.

OK, Wolle ist schlecht für die Umwelt und ist nicht frei von Tierleid. Eine gewöhnliche Wolle ist also nichts für mich. Aber was dann?

Andere Materialien sind nicht unbedingt besser

Also habe ich mich mit anderen, nachhaltigeren Materialien beschäftigt, aus denen Schals hergestellt werden könnten. Ich lese von Schals aus recyceltem PET, einem Polyester, das aus alten Kunststoffen hergestellt wird. Der Kreislaufgedanke, der dahinter steckt, gefällt mir, aber es ist immer noch ein synthetischer Stoff, der auch nicht frei von Mikroplastik ist. Wir haben darüber geschrieben, als wir uns den Fleece-Pullover genauer angesehen haben. Es gibt auch vegane Wolle, aber die ist natürlich auch synthetisch. Und damit komme ich zurück zur Wolle. Neben Schafwolle gibt es auch Kleidung und Schals aus Ziegenwolle, Merinowolle und auch Alpakawolle.

Alpaka- und Merinowolle

Die beiden letztgenannten, Merino- und Alpakawolle, gefallen mir sehr gut. Diese natürlichen Materialien sind schön warm, superweich und jucken nicht. Über Alpakas erfahre ich, dass sie viel nachhaltiger leben und essen. Sie grasen in ihrem natürlichen Lebensraum in den Hochebenen der Anden und brauchen von Natur aus wenig Wasser und Nahrung. Ihr Stoffwechsel funktioniert anders als der von Schafen, so dass sie viel weniger schädliche Emissionen produzieren. Die Pfoten der Alpakas haben weiche Ballen, die den Boden nicht berühren. Außerdem beißen sie das Gras ab, anstatt es Wurzel für Wurzel aus dem Boden zu reißen. So bleibt der Boden unbeschädigt und das Gras wächst nach. Das klingt vielversprechend! Auf der anderen Seite habe ich Geschichten über extremes Tierleid bei der Gewinnung der Wolle gelesen, vor allem an Kleidungsstücken aus Alpakawolle von Fast-Fashion-Marken soll Blut kleben. Meine Güte, etwas so Einfaches wie einen nachhaltigen Schal auszuwählen, stellt sich als gar nicht so einfach heraus.

Mein Fazit: Eine Wolle ist nicht die andere

Mir wird immer klarer, dass es - wie bei vielen anderen nachhaltigen Entscheidungen auch - bei der Wahl eines nachhaltigen Schals nicht nur Schwarz und Weiß gibt. Schließlich gibt es auch zertifizierte Bio-Schafwolle und recycelte Schafwolle, die viel weniger umweltschädlich ist. Und auch die feinen, weichen Wollsorten aus Alpaka und Merino können rechts sind jedoch wieder eine nachhaltigere Wahl. Zumindest, wenn man weiß, welche Marken mit Bauern zusammenarbeiten, die umwelt-, tier- und menschenfreundlich produzieren. Und so bin ich bei Bufandy gelandet. Sie verkaufen wunderschöne Schals aus Alpakawolle (80% Wolle). Der andere 20%-Schal enthält zwar Acryl, aber das wird aus der nachhaltigen Idee heraus hinzugefügt, die Lebensdauer des Schals zu verlängern. Die Zugabe von Acryl macht die Schals weniger empfindlich, so dass sie länger halten als z. B. ein Schal aus 100 % Wolle. Wir denken, dass es wichtig ist, bei der Herstellung eines Kleidungsstücks auf eine längere Lebensdauer zu achten‘, sagt Gabi van Ingen von Bufandy.

Nachhaltige Alpakafarm in Peru.

In Peru arbeitet Bufandy mit der Michell-Gruppe, einem zertifizierten Unternehmen, das seinerseits mit mehreren Alpakazüchtern zusammenarbeitet. Gabi: ‘Wir haben eine der Farmen auf fünftausend Metern Höhe in den Anden besucht, um mehr über die Haltung der Alpakas zu erfahren. Wir waren die ersten ausländischen Gäste, die sie empfingen, und sie erzählten uns liebevoll, wie der ganze Prozess abläuft. Diese Einführung war etwas ganz Besonderes und gab uns einen guten Einblick in die Situation.’

Bufandy: schöne nachhaltige Schals aus Alpakawolle

Die Schals von Bufandy werden von Kunsthandwerkern in Ecuador fair hergestellt. Seit der Gründung im Jahr 2013 arbeiten sie mit Fabian zusammen, der einen Familienbetrieb führt. Alpakas werden seit Tausenden von Jahren domestiziert, das heißt, sie leben nicht in freier Wildbahn. Alpakas müssen einmal im Jahr geschoren werden, damit sie nicht zu viel Wolle produzieren und im Sommer an Hitzestress sterben. Sie werden im Frühjahr geschoren, damit das Fell für die kalten Wintermonate nachwachsen kann. Gabi: ‘Wir beziehen unsere Alpakawolle aus Peru, wo wir mit zertifizierten Bauern zusammenarbeiten, die ihre Herden traditionell im Hochgebirge halten. Die Alpakas erleben beim Scheren keinen Stress und werden mit Liebe und Respekt behandelt. Ein Schnitt ergibt zwei Kilo Wolle. Diese enthält verschiedene Wollqualitäten, die von spezialisierten Frauen von Hand sortiert werden. Die feinste Wolle wird für unsere Schals verwendet.’

Super glücklich mit diesem schönen warmen Schal.

Weitere Fakten über Alpakawolle von Bufandy

  • Alpakawolle ist superweich für die Haut und enthält kein Lanolin (Wollfett) wie z. B. Schafwolle. Dadurch ist der Waschvorgang weniger intensiv, was viel Wasser und Energie spart. Außerdem fusselt die Wolle dadurch kaum und der Stoff ist hypoallergen, sodass er nicht brennt oder juckt.
  • Alpakawolle gehört zu den luxuriösesten Wollsorten, sie ist ein sehr feines, leichtes und weiches Gewebe. Sie kann Sie extrem warm halten. Gleichzeitig kann sie aufgrund ihrer Hohlfasern auch bei Hitze kühlend wirken. Sie hat isolierende Eigenschaften und ist wasserabweisend.
  • Als ich meinen Schal auf Instagram teilte, gab es Follower, die einen Schal aus Alpakawolle hatten, der über ein Jahrzehnt alt (und immer noch wunderschön) war.

Über Bufandy

Bufandy ist eine Fair-Fashion-Marke aus Amsterdam, die sich auf die Herstellung von wunderbar großen und weichen Schals aus Alpakawolle konzentriert. Die Schals werden auf nachhaltige und ethisch verantwortungsvolle Weise hergestellt. Gabi: ‘Jedes Jahr entwickeln wir eine neue Kollektion, aber wir nehmen auch Farben aus den Vorjahren, so dass nur wenige Schals übrig bleiben, die nicht verkauft werden, weil sie angeblich nicht mehr ‘im Trend’ sind. Außerdem haben wir in diesem Jahr Kinderschals aus Wollresten produzieren lassen, um nicht mit Wollpartien zu enden, die nicht mehr verwendet werden. Für uns ist es selbstverständlich, dass alle Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, einen fairen Lohn erhalten und eine normale Anzahl von Stunden am Tag in einer sicheren Umgebung arbeiten. Wir produzieren unsere Produkte mit Liebe zu den Menschen, den Tieren und dem Planeten’.’

Möchten Sie mehr über die Alpakawollschals von Bufandy erfahren (und vor allem sehen)? Sehen Sie sich die Kollektion in ihrem Webshop an. Sie haben Schals in zwei Größen und über 30 Farben.

Sie möchten jemandem einen Schal schenken und haben die Qual der Wahl? Dann verschenken Sie eine Sustainable Fashion Gift Card, mit der Sie einen Schal Ihrer Wahl auswählen können. Möchten Sie mehr über die Sustainable Fashion Gift Card erfahren? Dann lesen Sie diese Rezension.

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Quelle: PETA, Wissenschaften, vonhier.nl. Bildnachweis: Kopf des Alpakas: Josiah Farrow (Pexels), andere: Bufandy & thegreenlist.nl.

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Abbildung von Saskia Sampimon-Versneij

Saskia Sampimon-Versneij

Gründerin von thegreenlist.nl. Ihr Ziel: so viele Menschen wie möglich für ein nachhaltigeres Leben zu begeistern. Sas hat auch das Buch über einen nachhaltigen Lebensstil NIKS NIEUWS geschrieben.
Abbildung von Saskia Sampimon-Versneij

Saskia Sampimon-Versneij

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