Ist Ihr Garten schon wirklich grün, oder sieht er nur so aus? Der April ist der Monat des grünen Gartens und wir von thegreenlist.nl sind stolze Botschafterinnen und Botschafter. Deshalb helfen wir Ihnen gerne auf Ihrem Weg zu einem Garten, der nicht nur grün aussieht, sondern auch wirklich gut für Tiere, Boden und Artenvielfalt ist. Denn seien wir mal ehrlich: Viele Pflanzen aus dem Gartencenter mögen zwar schön grün sein, aber in Sachen Nachhaltigkeit sind oft noch Welten zu gewinnen. Deshalb servieren wir Ihnen nicht drei, nicht fünf, sondern fünfzehn Ideen für einen wirklich grünen Garten. Schön und praktisch, das gefällt uns!
Ein Loblied auf wirklich grüne Gärten
Warum ist ein Monat, der sich mit der Bedeutung des grünen Gärtnerns beschäftigt, so wichtig? Ein Wort: die Artenvielfalt. Oder besser gesagt: das Fehlen dieser Vielfalt. In den Niederlanden steht die biologische Vielfalt unter erheblichem Druck. Nach Angaben des Kompendiums für eine lebendige Umwelt sind seit 1900 etwa 85% der ursprünglichen Artenvielfalt verschwunden. Wir haben nur noch etwa 15%, und das ist beunruhigend wenig*. Und nein, das ist nicht weit hergeholt. Sie können es in Ihrem eigenen Hinterhof sehen. Oder besser gesagt, man sieht es dort nicht. Viele Gärten sind größtenteils gefliest oder mit Zierpflanzen bepflanzt, die zwar hübsch aussehen, aber nichts für Bienen und Schmetterlinge tun. Oft sind sie auch mit Pestiziden behandelt, die für Insekten schädlich sind. Denn ein Pestizid, das unerwünschte Tiere während des Wachstums tötet, ist auch für die Insekten - und andere Tiere - in Ihrem Garten schädlich.
*Anmerkung von Milieu Centraal: Eine Zahl dient nur als Anhaltspunkt. Es ist schwierig, die biologische Vielfalt in einer Zahl zu erfassen. Bei den Folgen des Verlusts der biologischen Vielfalt ist es noch schwieriger. Außerdem sind diese Zahlen das Ergebnis einer einzigen Messmethode. Die Quantifizierung hilft jedoch, einen Trend zu erkennen. Diese und alle anderen Messmethoden deuten darauf hin, dass die biologische Vielfalt schwindet.
Biodiversität?
Biodiversität bedeutet einfach Reichtum an Leben. Je mehr Arten von Pflanzen, Tieren, Insekten und Mikroorganismen es gibt, desto besser funktioniert die Natur. Und diese Natur brauchen wir dringend. Für sauberes Trinkwasser, fruchtbare Böden, die Bestäubung von Nahrungsmitteln und die natürliche Schädlingsbekämpfung. Alles ist miteinander verknüpft. Wenn ein Glied verloren geht, gerät das ganze System aus dem Gleichgewicht, und das merken auch wir.
15 gute Ideen für einen wirklich grünen Garten
Genug der Biologiestunden, Zeit, die Ärmel hochzukrempeln. Wir stellen 15 Ideen vor, die Ihren Garten grüner, lebendiger und freundlicher für alles machen, was wächst, blüht und summt. Suchen Sie sich eine aus und fangen Sie heute an. Wir wetten, dass Sie bald den Dreh raus haben und mit weiteren anfangen wollen.
1. Bio-Pflanzen kaufen
Möchten Sie sicherstellen, dass Ihre Pflanzen für Bienen, Schmetterlinge und andere juckende Tiere sicher sind? Dann entscheiden Sie sich für Pflanzen, Blumenzwiebeln und Saatgut aus biologischem Anbau. Achten Sie auf verlässliche Siegel wie EU-Bio, EKO oder Demeter, die garantieren, dass keine für Bienen schädlichen Pestizide verwendet wurden. Lassen Sie sich nicht von einem grünen Aufkleber oder einer glücklichen Biene auf dem Etikett täuschen, denn das sagt oft nichts aus. Sie haben Zweifel? Dann prüfen Sie der Gütezeichenführer von Milieu Centraal.
Mehr über Gifte in Pflanzen können Sie hier lesen.
2. So viele einheimische Arten wie möglich pflanzen
Einheimische Pflanzen gehören natürlich hierher. Sie sind perfekt an unser Klima, den Boden und die heimische Tierwelt angepasst. Das macht sie zu einem unverzichtbaren Glied im Ökosystem: Sie bieten Insekten, Vögeln und anderen Tieren Nahrung und Versteckmöglichkeiten. Einige Schmetterlinge, wie z. B. der Orangenspitz, sind sogar vollständig auf bestimmte einheimische Pflanzen wie die Kuckucksblume oder den Knoblauch angewiesen.



Bio-Pflanzen mit einem EU-Label (Skal) sind eine gute Wahl (gekauft bei Ekoplaza). Der Austausch von Stecklingen ist ebenfalls ein nachhaltiger Tipp und kostenlos. Ein Haufen alter Steine? Nein, das ist ein sicheres Zuhause für Insekten!
3. Erstellen eines Blumenbogens
Sorgen Sie für eine Blütezeit vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst, damit Bienen und Schmetterlinge möglichst lange etwas zu essen haben. Beispiele für Pflanzen, die im zeitigen Frühjahr blühen, sind: Schneeglöckchen, Winterling und Lungenkraut. Der blühende Efeu ist ein gutes Beispiel für einen Herbstblüher. In den Sommermonaten blühen zum Beispiel Gänseblümchen, Gelbes Flechtwerk, Moschuskraut, Wiesenschaumkraut, Himmelskraut und Sommerheide. So verwandeln Sie Ihren Garten in ein Buffet für Bestäuber!
4. Stauden sind mehrjährig
Stauden sind langlebig und einfach. Man pflanzt sie einmal und dann kommen sie jedes Jahr wieder. Das spart Geld, Kunststofftöpfe und Arbeit. Je länger sie bleiben, desto besser für das Bodenleben und damit für Ihren Garten. Wählen Sie Sorten, die zu der Art des Bodens in Ihrem Garten und der Sonneneinstrahlung passen, und Sie werden jahrelang Freude an ihnen haben, ohne viel Aufwand.
5. Kacheln raus, Leben rein
Ein versteinerter Garten ist sowohl für das Bodenleben als auch für den Wasserabfluss katastrophal. Also: Drehen Sie die Fliesen um! Jede Fliese, die Sie entfernen und durch Grünpflanzen ersetzen, schafft Platz für Tiere und bietet Abkühlung an heißen Tagen. Jeder Quadratmeter hilft, also ran an die Arbeit!
6. Geben Sie Ihren alten Fliesen ein zweites Leben
Schütteln Sie Ihre Fliesen, aber werfen Sie sie nicht weg! Stapeln Sie sie spielerisch, um kleine Mauern oder Ecken in Ihrem Garten zu schaffen. Wir haben bereits einen Artikel über das Stapeln von Ziegeln geschrieben auf die wir ein unglaublich positives Echo erhielten. Unserer Meinung nach sollte dieser Tipp also unbedingt in diese Liste aufgenommen werden. Sie schaffen damit ein Versteck für Insekten und Kleintiere und geben der Artenvielfalt einen erhöhen. Bonus: Es sieht auch gemütlich aus.
7. Torffreie Gartenerde
Wenn Sie Ihren Garten neu bepflanzen, wählen Sie torffreie Gartenerde. Torfabbau ist schlecht für Moore und das Klima. Alles über torffreies Gärtnern haben wir bereits für Sie geklärt. Noch besser ist torffreie, biologische Gartenerde und Blumenerde, die frei von unnötigen Zusatzstoffen und damit besser für das Bodenleben ist. Auch hier lautet der Tipp: Achten Sie darauf gute Etiketten Bevor Sie diese großen Taschen schleppen!
8. Wasser, bitte!
Insekten und Vögel sind durstig, besonders an heißen Tagen. Sie müssen nicht unbedingt einen Teich graben (obwohl Sie das können), ein paar Schalen mit Wasser wirken Wunder. Stellen Sie sie an verschiedenen Stellen in Ihrem Garten auf und legen Sie einen kleinen Stein hinein, damit die Bienen sicher landen können. Für die winzigen Lebewesen reichen kleine Schalen mit Wasser aus! Tipp: Im Secondhand-Laden findest du viele tolle Schalen! Lesen Sie hier weitere Tipps für mehr Wasser im Garten.
9. Unkraut? Fehlanzeige!
Wir fragen uns jedes Frühjahr: Warum entfernen die Menschen Löwenzahn, Kuhpetersilie und Taubnesseln? Gerade diese ‘Unkräuter’ sind einheimische Blumen, die Bienen und Schmetterlinge lieben. Unkraut ist kein Unkraut, bis man es sagt. Lassen Sie es stehen, lassen Sie es blühen: Ihr Garten wird lebendiger und nützlicher sein!
10. Mach dich reich!
Das Sammeln und Tauschen von Setzlingen mit Nachbarn, Freunden oder den Eltern und Schwiegereltern ist vielleicht die spaßigste und billigste Art, seinen Garten zu begrünen. Das spart Geld, vermeidet Plastikmüll und macht auch noch Spaß. Ehe Sie sich versehen, haben Sie einen halben Pflanzenschutzraum zusammengetragen, und Sie werden glücklich sein, Ihr Garten glücklich!
11. Sie brauchen einen neuen Zaun? Entscheiden Sie sich für einen grünen Gartenzaun
Holzzäune sehen zwar hübsch aus, sind aber für Tiere undurchdringlich. Wählen Sie stattdessen eine grüne Hecke wie Liguster oder Stechpalme. So können die Tiere durchschlüpfen und Nahrung und Unterschlupf finden. Und was ist mit Ihnen? Sie erhalten dafür einen lebendigen, natürlichen Garten. Mehr über die Gestaltung eines grünen Gartenzauns erfahren Sie hier!
12. Machen Sie mit beim Nationalen Tag der Aussaat mit kostenlosen Blumensamen!
Jedes Jahr am 22. April ruft The Pollinators alle dazu auf, Blumen für Bienen und andere Bestäuber zu säen. Sie können kostenlos einheimische Blumensamen bei einer so genannten Food Bank for Bees in Ihrer Nähe abholen. Schauen Sie auf der Website von Die Bestäuber Wo Sie in Ihrer Region kostenloses Saatgut erhalten.
13. Kompostieren Sie Ihre GFT
Ihre GFT-Abfälle sind kein Müll, sondern Gold für Ihren Garten! Mit einem Komposthaufen oder einer Wurmkiste (auch bekannt als Wurmhotel) können Sie Ihren eigenen nahrhaften Kompost herstellen. Gut für Ihre Pflanzen und das Bodenleben. Bonus: weniger Restmüll und keine stinkende Biotonne mehr. Die Würmer glücklich, Sie glücklich!


Aus Gemüse-, Obst- und Gartenabfällen wird Kompost für Ihren Garten! Die Würmer machen die ganze Arbeit für Sie!
14. Sammeln Sie das Regenwasser
Eine Regentonne ist eine einfache und intelligente Ergänzung für Ihren Garten. Sie sparen Leitungswasser und Regenwasser ist besser für Ihre Pflanzen: Es enthält keinen Kalk und weniger Salze. Noch einen Schritt nachhaltiger? Bringen Sie einen Überlauf an Ihrer Regentonne an. So sammeln Sie das Wasser in der Tonne und geben es an Ihre Pflanzen weiter, und das Wasser, das nicht mehr in die Tonne passt, fließt in Ihren Garten (und nicht in den Abfluss).
15. Werden Sie ein fauler Gärtner!
Zum Schluss noch die beste Nachricht: Ihr Garten muss nicht perfekt sein, um gut zu sein. Tatsächlich ist ein wenig Unordnung sogar besser für die Natur. Gönnen Sie sich (und Ihrem Garten) also etwas Ruhe, mähen Sie weniger, schneiden Sie nicht alles ab und lassen Sie die Ecken wild wachsen. Ein wirklich grüner Garten beginnt mit dem Loslassen. Und das Schöne daran ist: Es kostet Sie weniger Zeit und bringt Ihnen mehr Leben. Eine Win-Win-Situation, oder? Genießen Sie Ihren Garten in diesem Grünen Gartenmonat. Mit diesen 15 Tipps können Sie hoffentlich loslegen! Und wenn nicht, können Sie auf dieser Seite Schauen Sie sich um für weitere Gartentipps.
Quellen: clo.nl.











