Mit schönen Gartenpflanzen holst du dir ein Stück Natur in deinen Garten. Das denkst du jedenfalls, oder? Nicht umsonst wird massenhaft dazu aufgerufen, Steine zu entfernen und Platz für Blumen und Pflanzen zu machen, von denen Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten leben können. Und doch stimmt auch vieles nicht mit Gartenpflanzen und Blumenzwiebeln, die wir massenhaft in guter Absicht kaufen. Was ist los und was kannst du dann sehr wohl kaufen, um umwelt- und tierfreundlich zu gärtnern? Und wie genau verhält es sich mit Gift und giftfreien Gartenpflanzen? Wir haben es für dich herausgefunden!
Wirkliches nachhaltiges Gärtnern macht man mit giftfreien Gartenpflanzen
Herrlich mit den Händen in der Erde und umgeben von all dem schönen Grün, das Sie gepflanzt haben. Gärtnern scheint doch vor allem ein sehr nachhaltiges und gesundes Hobby zu sein. Aber mit dem Anbau von Gartenpflanzen ist leider auch einiges nicht in Ordnung. Beim Anbau regulärer Gartenpflanzen werden Pestizide eingesetzt, um beispielsweise Unkraut, Pilze und Insekten zu bekämpfen. Auch wird Kunstdünger verwendet. Das tut den Insekten und dem Boden wenig gut. Und es ist kein kleinräumiges Problem, diese Pflanzen werden massenhaft in Gartencentern verkauft. Das Schwierige ist, dass Reste von Pestiziden noch auf und in der Pflanzen sein können, wenn diese erst einmal bei Ihnen im Garten steht. Insekten, die von der Pflanze fressen oder dort Nektar und Blütenpollen holen, können so ebenfalls mit diesen Mitteln in Berührung kommen. Das kann für sie schädlich sein oder sogar tödlich, während Sie diesen Insekten mit so einer Pflanze doch gerade zu helfen versuchen. Aus Tests geht hervor, dass selbst Jahre später noch Giftspuren gefunden werden können. Vor allem für Bestäuber wie Bienen ist das eine schlechte Nachricht. Autsch, und denen geht es doch ohnehin schon so schlecht. Woher wissen Sie also, ob Sie eine bienenfreundliche Pflanze kaufen, die auch wirklich freundlich zur Biene ist?


Gärtnern Sie mit so vielen Bio-Pflanzen wie möglich, da diese nicht mit Pestiziden besprüht werden.
Bienenfreundliche Pflanzen oft irreführend
Wenn Sie im Gartencenter den Text ‘bienenfreundlich’ oder das Bild einer fröhlichen Biene auf einer Pflanze sehen, ist es ratsam, kurz aufzupassen. Denn eine solche Pflanze ist nicht automatisch giftfrei. Auch Pflanzen, die als attraktiv oder gut für Bienen verkauft werden, können während des Anbaus mit Pestiziden behandelt worden sein. Und das Wride daran ist: Bienen fliegen genau diese Pflanzen wegen Nektar und Pollen an und können so den Rückständen dieser Mittel ausgesetzt werden. Das kann schädlich oder sogar tödlich für sie sein. So stellt man mit den besten grünen Absichten eine Pflanze in den Garten, um Bienen zu helfen, während diese Pflanze Pestizide enthalten kann, die gerade schädlich für sie sind. Um Ihnen eine Vorstellung vom Ausmaß dieses Problems zu geben: Greenpeace ließ 69 Proben blühender Zierpflanzen auf etwa 400 Pestizide testen. Die Ergebnisse sind ziemlich schockierend: Nur eine einzige Probe enthielt keine Pestizide. Auf allen anderen Proben wurden Pestizide nachgewiesen, darunter auch verbotene Mittel. Das ist ohnehin eine schlimme Sache, aber besonders besorgniserregend, weil es um die Biodiversität schlecht steht. Und gerade Bienen und Hummeln werden dringend benötigt. Sie bestäuben viele der Nutzpflanzen, die wir essen, und spielen damit eine wichtige Rolle für unsere Nahrungsmittelversorgung.
Sie möchten mehr über unsere Bienen und schädliche Gifte auf Gartenpflanzen erfahren. Die Fernsehsendung Keuringsdienst van Waarde drehte eine faszinierende Episode darüber.
Gift auch auf Blumenzwiebeln
Keine Pflanzen kaufen, sondern Blumenzwiebeln? Das ist ein sehr logischer Gedanke, aber bei Blumenzwiebeln besteht dasselbe Problem. Auch im konventionellen Zwiebelanbau werden viele Pestizide eingesetzt, die in die Luft, den Boden und das Wasser gelangen können. In den Niederlanden werden auf rund 27 Tausend Hektar Land Blumenzwiebeln angebaut. Aus Untersuchungen des RIVM zu Pestiziden rund um Zwiebelfelder geht hervor, dass Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auch in und um die Häuser von Anwohnern gefunden werden. Außerdem wurden Rückstände im Urin von Anwohnern von Blumenzwiebelmengen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern, gefunden. Auch in mehr als fünfhundert Metern Entfernung wurden Pestizide gefunden. Lesen Sie hier mehr über Gift in Blumenzwiebeln. Die gute Nachricht ist: auch Blumenzwiebeln kann man giftfrei kaufen!
Warum Kunstdünger und Pestizide zusammenhängen
Nicht nur Pestizide spielen beim konventionellen Anbau von Gartenpflanzen eine Rolle. Auch Kunstdünger wird häufig verwendet, um Pflanzen schnell wachsen zu lassen. Und diese beiden kann man nicht völlig unabhängig voneinander betrachten. Auch in vielen Gärten wird noch manchmal Kunstdünger verwendet, aber das tut man besser nicht. Vielleicht denken Sie nicht darüber nach, aber Kunstdünger enthält viele Salze und kann das Bodenleben stören. Und genau dieses Bodenleben möchte man stark und gesund halten, denn ein gesunder Boden hilft Pflanzen, widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge zu sein. Wird dieses natürliche Gleichgewicht gestört, können Pflanzen gerade anfälliger für Probleme werden und Pestizide kommen schneller ins Spiel. Auch kann eine Pflanze immer wieder Kunstdünger benötigen, um ein bisschen blühend auszusehen. Und so gerät man in einen Teufelskreis. Also ist auch Kunstdünger nicht gut für das Leben im Garten.
Das Leben im Boden, was ist das eigentlich?
Ein gesunder Boden ist ein Boden mit viel Leben. Je mehr Leben unter der Erde, desto geschäftiger ist das Leben auch über der Erde. Dann kommen viele Vögel, Insekten und anderer gemütlicher Flug- und Krabbelverkehr. Es passiert unglaublich viel im Boden. Es leben dort Bakterien, Pilze, Protozoen, Nematoden, Würmer, Schnecken und allerlei andere kleine und größere Tierchen. Und das zieht wiederum alles Mögliche über der Erde an. Neben dem Zersetzen von organischem Material und dem Austauschen von Nährstoffen graben Bodenlebewesen Gänge, wodurch Luft in den Boden gelangt und Wasser besser versickern kann. Kurz gesagt, das Bodenleben ist ein superwichtiger Teil eines gesunden Ökosystems. Es ist ein Wunder, das dürfen wir nicht vergiften.
Ökologische versus nicht-ökologische Pflanzen
Um das Bodenleben und die Insekten gesund zu halten, ist es wichtig, Kunstdünger und Pflanzen mit Pestiziden stehen zu lassen. Was kauft man dann stattdessen? Bio-Pflanzen! Biologisch bedeutet, dass bei der Anzucht keine chemischen Pestizide und kein Kunstdünger verwendet worden sind. Bei herkömmlichen Pflanzen und Blumenwiebeln werden diese Mittel wohl verwendet. In den meisten Gartencentern findet man leider noch wenig biologische Pflanzen, Blumen und Blumenwiebeln. Oft muss man gut suchen. Was auch nicht hilft, ist, dass biologische Pflanzen manchmal etwas weniger schön aussehen und gleichzeitig etwas teurer sind, denn biologisch ist keine Massenproduktion. Die Leute kaufen sie also weniger schnell. Herkömmliche Pflanzen sehen oft so schön aus, weil ein ziemlicher Aufwand betrieben wird. Eine biologische Pflanzen hat manchmal einfach etwas mehr Zeit nötig, um später in Ihrem Garten zu einem prachtvollen Bild heranzuwachsen. Schauen Sie sich diese kleine Liste an, wenn Sie auf der Suche nach biologischen Pflanzen sind!
Checkliste: So machst du deinen Garten wirklich grün
Mit biologischen Gartenpflanzen und Blumenwiebeln bist du schon einen großen Schritt weiter, aber es gibt noch mehr, was du tun kannst, um deinen Garten grüner und gesünder zu machen. Eine tolle Checkliste!
- Kaufen Sie so viel wie möglich einheimische Pflanzen. Unsere Insekten und Tiere gedeihen besser auf Pflanzen, die in den Niederlanden heimisch sind. Das ist eine natürliche Übereinstimmung. Mehr über einheimische Pflanzen lesen Sie hier!
- Fräsen und hacken Sie so wenig wie möglich.
- Sorgen Sie für viel organisches Material, zum Beispiel mit Kompost und Mulch. Mehr über das Mulchen lesen Sie hier.
- Kies planten die passen bij jouw bodem, zoals zand, klei of veen. Vraag advies aan een expert als je twijfelt.
- Verwende Gründünger. Das sind Pflanzen, die schnell wachsen und viele Blätter und Nährstoffe enthalten. Schneidest du sie klein und lässt sie liegen, geben sie der Erde wieder Nährstoffe (Hack & Drop).
- Sorgen Sie für eine Vielfalt von Pflanzen. Jede Pflanze speichert unterschiedliche Nährstoffe.
- Verwenden Sie keinen Dünger.
- Verwenden Sie torffreie Blumenerde, denn die meisten Blumenerden enthalten Torf, der für das Klima und den Boden katastrophal ist. Mehr über Blumenerde lesen Sie hier!
Quellen: Umgebung.nl, Umgebung.nl, PAN Niederlande, RIVM. Bildnachweis: links: thegreenlist.nl, rechts: Sakina Mammadli, Pexels.



