Tipps für einheimische Pflanzen.

Einheimische Pflanzen: Warum sind sie wichtig?

Abbildung von Amanda Sniekers-Bovend’Eerdt

Vor ein paar Jahren hörte man fast niemanden darüber, mittlerweile tauchen sie überall auf: einheimische Pflanzen. Aber was genau sind einheimische Pflanzen und warum erhalten sie immer mehr Aufmerksamkeit? Unsere nachhaltige Gartenexpertin Amanda gibt einen Crashkurs. Danke, Amanda!

Crashkurs über einheimische Pflanzen

Bei einem grünen Garten denkt man schnell an einen Garten voller gemütlicher Pflanzen und Blumen. Aber damit ist es noch nicht getan. Ein Garten, in dem Pflanzen, Tiere und das Bodenleben wirklich gut gedeihen, erfordert eine Reihe bewusster Entscheidungen. Die richtigen Pflanzen aus vor, zu wählen, ist eine davon. Vor allem heimische Pflanzen spielen dabei eine wichtige Rolle. Pflanzen nennen wir heimisch, wenn sie hier seit der letzten Eiszeit, vor etwa zehntausend Jahren, vorkommen. Mit ‘hier’ sind nicht nur die Niederlande gemeint, denn Pflanzen kennen natürlich keine Landesgrenzen. Ihre Verbreitung wird hauptsächlich durch Meere und Gebirge aufgehalten. In diesem Fall erstreckt sich das Gebiet grob bis nach Deutschland und Frankreich. Heimische Pflanzen sind gut an den lokalen Boden und das Klima angepasst.

Oben: einheimische Pflanzen: Margerite, Kornblume, echte Kamille und Taubnessel. Unten: Aurorafalter, der vom Wiesenschaumkraut abhängig ist (die lila einheimische Blume rechts)).

Einheimische Pflanzen sorgen für Gleichgewicht

Das Schöne an einheimischen Pflanzen ist: Ihr Lebenszyklus ist eng mit dem von allerlei Tieren verbunden. Sie leben schon viele Generationen lang zusammen, sind gut aufeinander abgestimmt und manchmal sogar voneinander abhängig. Nehmen wir die Raupe des Aurorafalters. Diese ist für ihre Nahrung von dem Wiesenschaumkraut und der Knoblauchsrauke abhängig. Der Schmetterling legt seine Eier auf diesen Pflanzen ab und sobald sie schlüpfen, beginnen die Raupen davon zu fressen. Ohne diese Pflanzen also kein Aurorafalter. Und das bringt uns zum nächsten Aspekt dieses Crashkurses über einheimische Pflanzen: Pflanzen, von denen Schmetterlinge und andere Insekten abhängig sind, um sich fortzupflanzen, nennen wir Wirtspflanzen. Wenn du dich also für einheimische Pflanzen entscheidest, erhöhst du ihre Überlebenschancen und ziehst mehr Leben in deinen Garten. Und du verstehst, dass dies weiter wirkt: Wenn du mehr Insekten in deinem Garten hast, ziehst du auch mehr Insektenfresser wie Vögel, Igel und Frösche an. Und ehe du dich versiehst, hast du deinen eigenen einheimischen Zoo!

Exotische Pflanzen

Neben einheimischen Pflanzen gibt es auch gebietsfremde Pflanzen. Pflanzen, die ursprungs nicht in unserem Land vorkommen und hier eingeführt wurden, nennen wir gebietsfremd. Diese Arten haben in der Regel viel weniger Beziehungen zu den Tieren, die hier leben. So ist die einheimische Stieleiche mit bis zu vierhundert Tierarten verbunden, während Bambus kaum eine solche spezifische Beziehung zu niederländischen Tieren hat. Nun ja, immerhin: Bambus kann durchaus als Unterschlupf und Schutz vor der Kälte dienen. Einheimische Pflanzen haben außerdem den Vorteil, dass sie gut an unser Klima angepasst sind. Dadurch sind sie stärker und halten länger als Pflanzen, die hier von Natur aus nicht vorkommen.

Nicht eingebürgerte fremdländische Pflanzen können sich ohne Hilfe von Menschen nicht dauerhaft behaupten. Viele Landwirtschaftsnukulturen fallen hierunter. Lauch und Saubohnen gedeihen hier zum Beispiel sehr gut, können sich aber nicht ohne menschliche Hilfe fortpflanzen. Dasselbe gilt für Rosmarin. Gerade dadurch, dass diese Pflanzen sich nicht selbst aussäen können, stellen sie keine Bedrohung für heimische Arten dar. Allerdings haben manche fremdländische Pflanzen einen anderen Nachteil: ihre Blätter verrotten schwer, sowohl auf dem Boden als auch auf dem Komposthaufen. Die Roteiche und der Kirschlorbeer sind dafür bekannte Beispiele.

Einheimische Pflanzen

Neben einheimischen und nicht-einheimischen Pflanzen gibt es auch eingebürgerte Pflanzen. Dies sind Arten, die vor langer Zeit in unser Land gelangten, zum Beispiel dadurch, dass Menschen sie mitbrachten oder Tiere die Samen verbreiteten. Wenn eine Pflanze sich daraufhin aus eigener Kraft, ohne Hilfe von Menschen, in unserem Klima behaupten kann, dann nennen wir sie eingebürgert. Sie haben inzwischen einen festen Platz in unserer Natur erhalten. Die Amerikanische Felsenbirne ist ein Beispiel dafür.

Eine Gruppe, über die wir weniger erfreut sind, sind die invasiven Neophyten. Diese Pflanzen können sich so gut behaupten und verbreiten, dass sie einheimische Arten verdrängen. Bekannte Beispiele sind der Riesenbärenklau und der Japanische Staudenknöterich. Letzterer kann mit seinem enormen Wurzelsystem sogar Schäden an Häusern und Straßen verursachen. Invasive Neophyten zu bekämpfen ist oft sehr schwierig. Seit 2016 gilt ein europäisches Verbot des Besitzes, des Handels, der Zucht und des Transports einer Reihe dieser invasiven Arten.

Eine nachhaltige Pflanze für den Garten ist der Frauenmantel. Diese Pflanze ist nicht einheimisch, aber eingebürgert.
Einheimische Pflanze: Frauenmantel.


Müssen Sie ausschließlich heimische Pflanzen verwenden?

Nein, das ist nicht nötig. Sie können den überwiegenden Teil Ihres Gartens mit heimischen Pflanzen füllen und daneben Arten aus anderen Teilen Europas verwenden, die auch hier gut gedeihen. Achten Sie bei nicht heimischen Pflanzen jedoch darauf, dass sie etwas für Tiere bieten, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Blütenstaub, Nektar oder Beeren. Sie können auch dazu beitragen, die Blütezeit so lang wie möglich zu gestalten. Am liebsten soll das ganze Jahr über etwas für Insekten blühen, und das gelingt nicht immer nur mit heimischen Pflanzen. Und das Auge will natürlich auch etwas. Bei der Auswahl von Pflanzen spielen daher mehrere Dinge eine Rolle: der Standort, die Funktion der Bepflanzung und wie das Ganze aussieht. Ein guter Bepflanzungsplan ist immer ein schönes Rätsel. Ein paar Favoriten in einer Reihe:

Schöne einheimische Pflanzen

  • Althea officinalis - Gewöhnliche Stechpalme
  • Pulmonaria officinalis - Geflecktes Lungenkraut
  • Achillea millefolium - Schafgarbe
  • Allium ursinum - Bärlauch
  • Symphytum officinale - Gemeiner Beinwell
  • Sanguisorba officinalis - Großer Wiesenknopf
  • Origanum vulgare - Wilder Majoran 
  • Saponaria officinalis - Seifenkraut 
  • Dryopteris filix-mas - Männlicher Farn 
  • Ajuga reptans - Schleichendes Zen-Grün
  • Persicaria bistorta - Natternwurzel 

Schöne eingebürgerte Pflanzen

  • Alchemilla mollis - Frauenmantel
  • Amelanchier lamarckii - Johannisbeerbaum
  • Vinca minor - Kleines Immergrün 

Mehr einheimische Pflanzen in deinem Garten

Fazit: Man muss nicht sofort den ganzen Garten umgraben. Schon mit ein paar zusätzlichen heimischen Pflanzen gibt man Insekten und anderen Tieren mehr Nahrung, Schutz und Plätze zur Fortpflanzung. Das lässt sich wunderbar mit anderen Arten kombinieren, die bereits im Garten stehen. Mit einem Bienenbogen (auch bekannt als Blumenbogen) Können Sie anschließend dafür sorgen, dass über das Jahr verteilt immer etwas blüht? Achten Sie bei neuen Pflanzen nicht nur auf die Art, sondern auch darauf, wie sie kultiviert wurden. Biologische und giftfreie Pflanzen sind eine bessere keuze für die Tiere, die Sie genau in Ihren Garten locken möchten. In unserer Liste von biologische Pflanzenläden findest du reichlich Inspiration zum Beginnen.

Quellen: NVWA. Bildnachweis: thegreenlist.nl (Titelbild), natuur-dichtbij, Amanda Sniekers.

Ursprünglich auf Niederländisch verfasst und automatisch übersetzt, um weltweit zu einem grüneren Lebensstil zu inspirieren.

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Amanda Sniekers-Bovend'Eerdt

Amanda hat eine Mission: mehr grüne Gärten zum Schutz der Artenvielfalt. Sie gibt echte grüne Gartentipps, die alle glücklich machen, auch die juckenden Viecher.
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Amanda hat eine Mission: mehr grüne Gärten zum Schutz der Artenvielfalt. Sie gibt echte grüne Gartentipps, die alle glücklich machen, auch die juckenden Viecher.

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