Tipps für umweltfreundliches Sonnenschutzmittel finden.

Auswahl umweltfreundlicher Sonnenschutzmittel: Worauf ist zu achten?

Schmieren, schmieren, schmieren. Bei nachhaltiger Pflege wird normalerweise dazu geraten, mit Cremes und Make-up sparsam umzugehen. Bei Sonnenbrand ist das Gegenteil der Fall. Tragen Sie sie großzügig und regelmäßig auf - am besten alle zwei Stunden -, um Ihre Haut vor der Sonne zu schützen. Aber... all das Schmieren mag gut für Sie sein, aber es ist nicht immer gut für die Natur. Zum Glück kann man es auch anders machen. Wir verraten Ihnen vier Dinge, auf die Sie bei der Auswahl (und Anwendung!) von umweltfreundlichem Sonnenschutz achten sollten.

Die Wahl des besten Sonnenschutzmittels

Umweltfreundliches Sonnenschutzmittel: Was macht ein Sonnenschutzmittel besser oder schlechter für die Umwelt? Es liegt zum Teil an dem Filter, der Ihre Haut vor der Sonne schützt. Einige chemische UV-Filter sind sogar so schädlich für die Meeresfauna, dass sie in Ländern wie Hawaii verboten sind. Auch Mikroplastik ist leider immer noch in Sonnenschutzmitteln enthalten. Aber Vorsicht: Alle Experten sind sich einig: Weniger aufzutragen ist keine gute Idee. Ein guter Sonnenschutz ist äußerst wichtig, um die Haut gesund zu halten und das Hautkrebsrisiko zu verringern. Tragen Sie also großzügig auf, mit mindestens LSF 30 und einem Sonnenschutzmittel, das sowohl UVA- als auch UVB-Filter enthält. (UVA = Schutz vor Hautalterung, UVB = Schutz vor Hautverbrennungen. Für einen guten Schutz brauchen Sie beides). Und ja: Sie können auch hier eine umweltfreundliche Wahl treffen. Wir erklären es Ihnen Schritt für Schritt.

1. Welchen UV-Filter wählen Sie?

Der Filter in Ihrer Sonnencreme ist vielleicht am wichtigsten, wenn Sie sich für eine umweltfreundliche Sonnencreme entscheiden. Aber es ist auch eine komplizierte Geschichte mit vielen Zungenbrechern. Wir werden einen Versuch wagen. Einige chemische UV-Filter, wie Oxybenzon und Octinoxat, sind so schädlich für das Meeresleben, dass sie an Orten wie Hawaii bereits verboten sind. Sie können Korallen ausbleichen und die DNA von Fischen und Austern schädigen. Auch die Substanzen Octocrylen und Ethylhexyl Methoxycinnamat (EHMC) werden immer häufiger mit Schäden am Unterwasserleben in Verbindung gebracht. Daher ist es gut zu wissen, welche Art von Filter in Ihrer Sonnencreme enthalten ist.

Was ist eigentlich ein UV-Filter und wie funktioniert er? Sonnencreme schützt deine Haut mit UV-Filtern. Vereinfacht gesagt sind das die Inhaltsstoffe, die die Sonne abhalten. Es gibt zwei Arten: mineralische und chemische. Mineralische Filter, wie Zinkoxid und Titandioxid, bleiben auf deiner Haut liegen und reflektieren das Sonnenlicht. Deshalb hört man auch von ‘physikalischen Filtern’. Chemische Filter funktionieren anders. Sie ziehen in die Haut ein und wandeln UV-Strahlung in Wärme um. Viele ‘grünere’ Sonnencreme-Marken entscheiden sich für diese mineralische Variante. Sie spült weniger schnell ab und ist in der Regel schonender für das Meeresleben. Klingt also gut. Aber sie haben einen Nachteil: Sie können einen weißen Schleier hinterlassen. Deshalb werden sie manchmal zu winzigen (Nano-)Partikeln verarbeitet, damit sie sich besser verteilen lassen. Aber daran – nette Wortspielerei – knüpfen sich dann wieder andere Sorgen an. Dazu kommen wir gleich noch.

Und es gibt noch einen Grund, warum die Geschichte nicht so schwarz-weiß ist: Neben Mineralfiltern gibt es mittlerweile chemische Varianten und kombinierte UV-Filter auf dem Markt, die umweltfreundlicher sind. Chemische Filter wie Avobenzon, Homosalat und Octisalat schneiden in aktuellen Untersuchungen besser ab als die bekannten schädlichen chemischen Filter wie Oxybenzon und Octinoxat. Einige Sonnenschutzmittel kombinieren diese sichereren chemischen Filter mit Non-Nano-Mineralstoffen, wodurch es heutzutage glücklicherweise viel mehr gute Sonnenschutzmarken im Regal gibt. Wenn Sie also auf einer Verpackung einen chemischen Filter sehen, ist das heutzutage nicht automatisch eine schlechte Wahl.

Nanopartikel in umweltfreundliche Sonnencreme


Viele mineralische Sonnencremes hinterlassen einen weißen Schleier auf deiner Haut. Nicht so charmant und auch einfach nicht so angenehm zu verwenden. Deshalb siehst du oft, dass Marken mit Nanopartikeln arbeiten: winzige Partikel Zinkoxid oder Titandioxid, die sich besser verteilen lassen und weniger sichtbar sind. Klingt praktisch, aber es gibt Bedenken. Diese Partikel sind so klein, dass sie möglicherweise in deine Haut und in die Umwelt gelangen können. Ob das wirklich schädlich ist, wird noch intensiv erforscht. Auf Etiketten erkennst du sie an Begriffen wie Zinkoxid (Nano) oder Titandioxid (Nano). Möchten Sie auf Nummer sicher gehen? Entscheiden Sie sich dann für einen Sonnenschutz mit Mineralfiltern ohne Nanopartikel, auch ‘Non-Nano’ genannt. Inzwischen gibt es Marken, die schmierfähige Formeln ohne Nano entwickelt haben, und das ist eine umweltbewusste und gut schmierbare Wahl ohne weißen Schleier.

2. Vermeiden Sie Mikroplastik in Sonnenschutzmitteln

Gerade in Sonnencreme befinden sich oft sehr, aber wirklich sehr viele Mikroplastikpartikel. Schockierend, aber wahr: Aus Forschung der Plastic Soup Foundation geht hervor, dass sich in einer einzigen Tube Sonnencreme zwischen zehn und hundert Billionen Mikroplastikpartikel befinden können. Das sind 10.000.000.000.000 bis 100.000.000.000.000 Partikel pro Tube! Und gerade die allerkleinsten Partikel stellen das größte Risiko dar, da sie leicht in die Nahrungskette gelangen und sogar in das Gewebe von Tieren aufgenommen werden können. Eine praktische Methode, um Mikroplastik in Sonnencreme aufzuspüren, ist die kostenlose App Schlag die Mikroperle von Plastic Soup Foundation. Scannen Sie mit der App die Zutatenliste Ihrer Sonnencreme und Sie sehen sofort, ob das Produkt (möglicherweise) Mikroplastik enthält.

HinweisMikroplastik: Begriffe wie ‘mikroplastikfrei’ oder ‘korallenfreundlich’ auf Verpackungen sind nicht immer aussagekräftig. Die offizielle Gesetzgebung erlaubt immer noch die Verwendung von flüssigem Mikroplastik, während die Plastic Soup Foundation dieses als besonders schädlich einstuft. Vertrauen Sie also lieber auf das Ergebnis der Schlag die Mikroperle-App als auf hochtrabende Marketingaussagen.

3. Auswahl veganer Sonnenschutzmittel

Auf Sonnenschutzverpackungen sehen Sie regelmäßig Behauptungen wie ‘vegan’ und ‘cruelty-free’. Klingt gut, aber diese Begriffe sind nicht gesetzlich geschützt. Jeder kann sie verwenden und es gibt regelmäßige Verwirrung über ihre Bedeutung. Sonnenschutz ist vegan, wenn keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten sind und keine Tiere bei der Herstellung eingesetzt wurden. Cruelty-free oder tierversuchsfrei bedeutet nur, dass das Produkt nicht an Tieren getestet wurde. Sonnenschutz kann also vegan sein, aber dennoch an Tieren getestet worden sein (zum Beispiel für den Verkauf außerhalb Europas). Umgekehrt ist es auch möglich: Ein Produkt kann tierversuchsfrei sein, aber tierische Inhaltsstoffe enthalten, wie eine Creme mit Bienenwachs oder Lanolin.

Möchten Sie wirklich eine bewusste Entscheidung treffen? Dann achten Sie auf offizielle Siegel wie Leaping Bunny, PETA-Approved oder The Vegan Society. Diese bieten die Garantie, dass Sie auf dem richtigen Weg sind. Möchten Sie mehr über diese Begriffe und die damit verbundenen Fallstricke erfahren? Dann lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über vegane und tierversuchsfreie Schönheit.

Sie können eine umweltfreundlichere Sonnencreme wählen, aber das Wichtigste ist, dass Sie sie im Sommer alle zwei Stunden auftragen, um Ihre Haut richtig zu schützen. Wählen Sie daher immer ein Sonnenschutzmittel mit UVA- und UVB-Filter, und achten Sie außerdem auf die Art des Filters. Einige Filter können Meereslebewesen schädigen.

4. Gute Schmierungsgewohnheiten

Wie oft sollten Sie schmieren? Dafür gibt es eine praktische Gedächtnishilfe. Die meisten Menschen bekommen einen Sonnenbrand, wenn sie sich etwa zehn Minuten ungeschützt in der Sonne aufhalten. Multiplizieren Sie diese Zahl mit dem Lichtschutzfaktor Ihres Sonnenschutzmittels: bei einem Lichtschutzfaktor von 30 also 10 × 30 = 300 Minuten Schutz. Das klingt nach einem halben Tag, aber in der Praxis verliert man durch Schwimmen, Schwitzen und Abtrocknen schnell an Wirkung. Der Rat lautet also: mindestens alle zwei Stunden neu eincremen - lieber zu oft als zu wenig.

Und wenn Sie schon Sonnenschutzmittel auftragen, dann tun Sie es klug. Denn auch bei umweltfreundlichem Sonnenschutzmittel macht es einen Unterschied, wie Sie es auftragen. So vermeidest du Verschwendung und schützt dich besser:

  • Großzügig verteilen. Denken Sie an die Menge, die Sie auf ein Erdnussbuttersandwich streichen würden, was eine ziemlich große Menge sein kann.
  • Rechtzeitig auftragen. Das Einfetten zu Hause funktioniert besser als das schnelle Auftragen einer weiteren Schicht am Strand.
  • Meiden Sie die Hauptsonne. Zwischen Mittag und 15 Uhr ist die Sonne am stärksten. Suchen Sie den Schatten auf und schmieren Sie sich besonders gut ein.
  • Tragen Sie Schutzkleidung. Ein UV-Shirt verhindert Sonnenbrand und schützt besser, vor allem beim Schwimmen.
  • Lassen Sie Sprays. Sie sind einfach, aber verschwenden viel und lassen sich schnell wegblasen oder abwaschen.
  • Prüfen Sie die Lagerfähigkeit. Eine angebrochene Tube ist in der Regel etwa sechs Monate lang haltbar - danach lässt die Wirkung nach.
  • Halten Sie Säuglinge immer von der direkten Sonne fern. Ihre Haut befindet sich noch in der Entwicklung und ist viel empfindlicher als die von Erwachsenen.

Schmieren Sie Kinder immer mit einem hohen UV-Faktor ein (vorzugsweise Faktor 50). Es ist auch ein Tipp, den Kindern ein UV-Shirt anzuziehen, um sie vor der Sonne zu schützen, besonders zwischen 12:00 und 15:00 Uhr nachmittags.

Umweltfreundliches Sonnenschutzmittel: Worauf ist zu achten?

Eine umweltfreundliche Sonnencreme auswählen, ist eine echte Suche. Aber wenn man es Schritt für Schritt betrachtet – von der Art des UV-Filters bis hin zu Mikroplastik, und von tierischen Inhaltsstoffen bis hin zum Auftragen – erhält man schnell mehr Halt. Die Verpackung haben wir in diesen Tipps bewusst außer Acht gelassen, da sie im Vergleich zum Inhalt eine relativ geringe Rolle spielt. Mehr über Verpackungen erfahren Sie in diesem Artikel. Lassen Sie sich also nicht von haltbar aussehenden Verpackungen täuschen: Es kommt darauf an, was drin ist. Fällt Ihnen die Wahl immer noch schwer? Kein Grund zur Sorge: haben wir eine praktische Liste mit unseren bevorzugten nachhaltigen Sonnenschutzmitteln erstellt.

Quellen: kwf.nl, enveurope.de, haut-arzt.de, Stiftung Plastiksuppe, Angela Ursem (Gründerin Food for Skin), Babette Porcelijn (Autorin The Hidden Impact). Bildnachweis: Hauptbild: RF._.studio (Pexels), andere: Beine mit SPF: Anntarazevich (Pexels) & Strandtasche: Lea Schmer (Pexels), Mädchen im Meer: Yulia Kuzenkov (Pexels), Baby am Strand: Kindel Media (Pexels).

Ursprünglich auf Niederländisch verfasst und automatisch übersetzt, um weltweit zu einem grüneren Lebensstil zu inspirieren.

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Abbildung von Saskia Sampimon-Versneij

Saskia Sampimon-Versneij

Gründerin von thegreenlist.nl. Ihr Ziel: so viele Menschen wie möglich für ein nachhaltigeres Leben zu begeistern. Sas hat auch das Buch über einen nachhaltigen Lebensstil NIKS NIEUWS geschrieben.
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