Deine Mutter hatte recht: Dich gut gegen die Sonne einzucremen ist superwichtig. Aber wie funktionieren Sonnenbrand und damit Sonnencreme genau? Wir tippen oft und gerne gute Sonnencreme-Marken, aber was machen diese Produkte eigentlich? Autsch, wenn du das verstehst, wirst du von nun an extra schmieren!
Was wirklich passiert, wenn du verbrennst
Ein Sonnenbrand ist eigentlich etwas ganz Seltsames. In dem Moment, in dem er entsteht, merkt man oft noch gar nichts. Man liegt gemütlich am Strand, sitzt auf einer Terrasse oder spaziert durch die Stadt. Erst Stunden später wird die Haut rot, warm und schmerzt. Neeee. Aber was ist in der Zwischenzeit passiert? Um das zu verstehen, müssen wir uns zunächst mit UV-Strahlung befassen. Der Dermatologe Jorrit Terra vom Isala Dermatologisch Centrum/UMC Groningen erklärt in einem Video der Universität der Niederlande, dass es drei Arten von UV-Strahlung gibt: UVA, UVB und UVC. Ja, es gibt also drei Arten von Strahlung! Aber vor der letzten müssen wir uns glücklicherweise keine Sorgen machen, denn sie wird von der Ozonschicht abgehalten. UVA und UVB erreichen unsere Haut jedoch. Etwa 95 % der UV-Strahlung, die uns erreicht, besteht aus UVA, die restlichen 5 % aus UVB, so der Dermatologe.
Der Unterschied zwischen den beiden kann man sich leicht merken, erklärt er. ‘Das A von UVA steht für Alterung (Alterung). Diese Strahlung dringt tief in die Haut ein und greift unter anderem Kollagen an. Dadurch entstehen auf Dauer Falten und eine schlaffere Haut. Außerdem dringt UVA einfach durch Glas. Hinter einem Fenster bist du also nicht automatisch geschützt. Das B von UVB steht für Brennen (Verbrennung). Diese Strahlung dringt etwas weniger tief in die Haut ein, schädigt aber die DNA der Hautzellen. Und genau dort beginnt eine Sonnenbrand. Sobald Hautzellen geschädigt sind, versucht Ihr Körper, diesen Schaden zu reparieren. Beschädigte Zellen werden beseitigt und eine Entzündungsreaktion entsteht. Blutgefäße dehnen sich aus und mehr Blut fließt zur beschädigten Stelle. Das sorgt für die bekannte rote, warme und schmerzende Haut. Autsch. Die Verbrennung, die Sie abends spüren, ist also eigentlich die Reaktion Ihres Körpers auf einen Schaden, der oft Stunden zuvor entstanden ist.
Deine Haut erinnert sich an jeden Sonnenbrand
Dass ein Sonnenbrand schmerzt, wissen wir alle. Aber das Ärgerliche ist, dass der Schaden nicht immer verschwindet, sobald die Rötung zurückgeht. Jedes Mal, wenn Sie sich verbrennen, werden Hautzellen geschädigt. Glücklicherweise kann Ihr Körper viel von diesem Schaden reparieren. Aber das gelingt nicht immer. Manchmal bleibt beschädigte DNA zurück. Das nennen wir eine Mutation: eine Veränderung in der DNA einer Zelle. An sich ist das kein direktes Problem. Unser Körper beseitigt täglich beschädigte Zellen. Aber je öfter Sie sich verbrennen, desto mehr DNA-Schäden können sich ansammeln. Und je mehr geschädigte Zellen entstehen, desto größer ist die Chance, dass irgendwann eine durchrutscht. Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlung spielen eine Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs. Deshalb sagen Dermatologen oft, dass Ihre Haut ein gutes Gedächtnis hat. Dieser eine Sonnenbrand im Urlaub scheint vielleicht schon längst vergessen zu sein, aber Ihre Haut erinnert sich definitiv daran. Und gerade deshalb ist es klug, nicht zu warten, bis Ihre Haut rot wird, sondern den Schaden so weit wie möglich zu vermeiden.
Warum die Gewöhnung an die Sonne nur begrenzt vor Sonnenbrand schützt
Nach all dem Gerede über DNA-Schäden und Hautkrebs würde man fast vergessen, dass Sonnenlicht auch Vorteile hat. Es hilft unserem Körper zum Beispiel bei der Produktion von Vitamin D, was wichtig für starke Knochen und Muskeln ist. Viele Menschen fühlen sich außerdem fröhlicher, wenn die Sonne scheint. Glücklicherweise ist die Haut der UV-Strahlung nicht völlig ausgeliefert. Sobald man öfter in die Sonne kommt, versucht der Körper, sich selbst zu schützen. Hautzellen teilen sich schneller, wodurch die Haut etwas dicker wird. Zusätzlich produzieren Pigmentzellen zusätzliches Pigment. Das ist der Prozess, durch den man braun wird.
Dieses Pigment wirkt wie eine Art natürlicher Schutzmantel. Es bildet kleine Kappen über den Zellen in Ihrer Oberhaut und fängt einen Teil der UV-Strahlung auf, bevor diese Schaden anrichten kann. Nützlich, aber leider nicht ausreichend. Eine gebräunte Haut bedeutet nicht, dass Sie vor Sonnenbrand geschützt sind. Ihre Haut versucht, den Schaden zu begrenzen, kann diesen Kampf aber nicht allein gewinnen. Das zeigt sich auch in den Unterschieden zwischen den Menschen. Wo der eine schon nach einem Mittagessen auf einer Sonnenterrasse rot wird, scheint der andere stundenlang in der Sonne sitzen zu können, ohne zu verbrennen. Wie kommt das eigentlich?
Warum der eine schneller von der Sonne verbrennt als der andere
Dass die eine schneller verbrennt als die andere hat alles mit Pigment zu tun. In einem anderen Video der Universität von Nederland erklärt der Dermatologe Göran van Rooijen vom Erasmus MC, wie das genau funktioniert. ‘In der oberen Hautschicht befinden sich spezielle Pigmentzellen, die sogenannten Melanozyten. Diese produzieren Pigment, das der Haut hilft, sich vor UV-Strahlung zu schützen. Sie können sich dieses Pigment als kleine Sonnenschirme vorstellen, die über den Hautzellen hängen und einen Teil der schädlichen Strahlung abhalten. Bemerkenswerterweise haben Menschen mit heller und dunkler Haut ungefähr gleich viele dieser Pigmentzellen. Der Unterschied liegt hauptsächlich darin, wie aktiv sie sind. Menschen mit dunkler Haut produzieren mehr und dunkleres Pigment. Dadurch haben sie von Natur aus mehr Schutz vor der Sonne.’
Hautärzte unterscheiden sechs Hauttypen. Menschen mit Hauttyp eins, einer sehr hellen Haut, verbrennen oft schnell und werden kaum braun. Am anderen Ende des Spektrums steht Hauttyp sechs, eine sehr dunkle Haut mit mehr natürlichem Schutz vor UV-Strahlung. Dennoch ist kein Hauttyp vollständig geschützt. Auch Menschen mit dunkler Haut können Hautschäden entwickeln und Hautkrebs bekommen. Der Unterschied besteht hauptsächlich darin, dass Menschen mit heller Haut schneller verbrennen, da ihre natürliche Schutzschicht schwächer ist. Und da gerade diese Sonnenbrände DNA-Schäden verursachen, laufen Menschen, die häufiger verbrennen, letztendlich auch ein höheres Risiko für Hautkrebs.



Jeder kann sich verbrennen, auch Menschen mit dunkler Haut, die von Natur aus mehr schützendes Pigment produzieren. Menschen mit heller Haut verbrennen jedoch in der Regel schneller und häufiger, wodurch ihr Risiko für Hautkrebs höher ist.
Wie funktioniert Sonnencreme gegen Sonnenbrand?
Glücklicherweise müssen wir uns nicht vollständig auf den natürlichen Schutz unserer Haut verlassen. Hier kommt Sonnencreme ins Spiel. Sonnencreme legt eine Schutzschicht auf die Haut. Wenn UV-Strahlung darauf trifft, wird ein Großteil dieser Strahlung absorbiert, bevor sie tief in die Haut eindringen und Schaden anrichten kann. Je weniger UV-Strahlung Ihre Haut erreicht, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von DNA-Schäden, Verbrennungen und Hautalterung.
Über Sonnencreme gibt es noch einige Missverständnisse. So hört man regelmäßig, dass manche Sonnencremes ‘voll mit Chemikalien sind’. Das klingt vielleicht beängstigend, sagt aber an sich eigentlich nicht viel aus. Alles um uns herum besteht aus chemischen Stoffen. Wasser ist ein chemischer Stoff. Und einige vollkommen natürliche Stoffe können gerade giftig sein. Wer nimmt schon gerne einen Bissen von einem giftigen Pilz oder einen Schluck Schlangengift? Genau. ‘Natürlich’ bedeutet nicht automatisch sicher, genauso wenig wie ‘chemisch’ nicht automatisch gefährlich bedeutet. Letztendlich geht es darum, dass eine Sonnencreme das tut, wofür sie gedacht ist: deine Haut vor UV-Strahlung schützen. Denn inzwischen wissen wir, was diese Strahlung anrichten kann. Von beschleunigter Hautalterung bis zu DNA-Schäden, die deine Haut jahrelang mit sich trägt. Eine gute Schicht Sonnencreme kann diesen Schaden nicht ungeschehen machen, aber wohl helfen, ihn zu verhindern. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr SPF umweltfreundlicher gestalten können!
Wann verbrennst du am schnellsten?
Hoe snel je verbrandt, hangt vooral af van de zonkracht. Die geeft aan hoeveel uv-straling het aardoppervlak bereikt. In Nederland loopt de zonkracht grofweg van 0 tot 8, maar op vakantiebestemmingen kan die nog veel hoger uitvallen. De zonkracht wordt onder meer bepaald door de stand van de zon. Hoe hoger de zon aan de hemel staat, hoe korter de weg die uv-straling door de atmosfeer hoeft af te leggen. Daarom is de zon meestal het sterkst tussen 12:00 en 15:00 uur. Op dat moment loop je ook het meeste risico om te verbranden. Maar de zonkracht hangt niet alleen af van het tijdstip. Ook de kwaliteit van de ozonlaag, luchtvervuiling en bewolking spelen een rol. En dan is er nog iets waar veel mensen niet aan denken: uv-straling kan weerkaatsen. Water, zand en zelfs sneeuw kaatsen zonnestralen terug, waardoor je huid ook extra straling van onderaf opvangt. Een dagje strand is daardoor vaak verraderlijker dan je denkt.
So schützt du dich gut vor Sonnenbrand
Nach dem Lesen dieses Artikels verstehst du hoffentlich auch, warum Dermatologen so auf das richtige Eincremen pochen. Ein Sonnenbrand ist nämlich viel mehr als eine vorübergehende rote Farbe. Es ist sichtbare Hautschädigung. Das bedeutet nicht, dass du die Sonne meiden musst. Sonnenlicht hat auch Vorteile und ein Nachmittag im Freien ist oft gut für deine Stimmung. Aber es ist ratsam, klug mit der Sonne umzugehen. Creme dich deshalb mindestens 15 Minuten, bevor du nach draußen gehst, mit Sonnencreme ein, wähle vorzugsweise LSF 30 oder höher und wiederhole dies regelmäßig. Suche zur heißesten Tageszeit öfter den Schatten auf und trage an sonnigen Tagen eventuell UV-schützende Kleidung.
Achten Sie auch besonders auf Wasser und Sand. Diese können UV-Strahlung reflektieren, wodurch Sie unbemerkt mehr Sonne abbekommen als Sie denken. Und vielleicht der wichtigste Grund, sich einzucremen: Hautkrebs ist mittlerweile die häufigste Krebsart in den Niederlanden. Laut KWF erhielten im Jahr 2025 über achtzigtausend Niederländer diese Diagnose. Die wichtigste Ursache ist eine zu viel an UV-Strahlung von der Sonne oder dem Solarium. Also ja, Ihre Mutter hatte Recht, als sie früher mit dieser Tube Sonnencreme hinter Ihnen herlief. Das Einreiben ist lästig und ein frisch eingecremter Körper ist nicht unbedingt der Gipfel des Komforts (kleben!), aber es ist eine der vernünftigsten Dinge, die Sie an einem sonnigen Tag tun können.
Quellen: Universität von Niederlande, Universität von Niederlande (Instagram), KWF.nl. Bildnachweise: Kaboom Pics, Pexels (Kopfbild), übrige: Hanna Pad, Pexels (helle Haut), RF..studio, Pexels (Mädchen cremt sich ein), Julia Kuzenkov, Pexels (Mädchen im Meer).



