An einem warmen Tag springst du in einen kleinen See und erst danach siehst du es: grünes Wasser, ein seltsamer Schleier oder dicker, schwimmender Schlamm am Rand. Mist! Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Blaualgen im Wasser sind. Besonders im Sommer tauchen – gutes Wortspiel – Blaualgen immer häufiger in den Niederlanden auf. Nicht nur ärgerlich, sondern auch einfach ungesund. Wie entstehen sie eigentlich? Und gibt es Grund zur Panik, wenn du doch darin geschwommen bist?
Wie entsteht Blaualgen eigentlich?
Blaualgen wachsen vor allem in stehendem oder langsam fließendem Wasser, das reich an Nährstoffen ist. Das sind Stoffe, von denen Pflanzen und Algen wachsen, wie Stickstoff und Phosphat. Eine geringe Menge davon ist normal, aber in den Niederlanden gelangen an manchen Stellen einfach zu viele davon ins Wasser. Früher schrieben wir zum Beispiel auch über Hundekot, der für ein Stickstoffproblem sorgt. Die zu viel Stickstoff passiert zum Beispiel, weil Gülle aus der intensiven Landwirtschaft über Regenwasser von Feldern und Wiesen in Gräben und Seen gespült wird. Betrachten Sie es ein wenig wie Pflanzennahrung. Je mehr Stickstoff und Phosphat im Wasser sind, desto schneller kann Blaualge wachsen. Und das geht manchmal rasend schnell.
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Wirf ein paar warme Sommertage obendrauf und du hast den perfekten Cocktail. Durch höhere Temperaturen erwärmt sich flaches Wasser schneller und die Blaualge bekommt freie Bahn. Die Folge: eine grünliche Suppe, schwimmende Flocken und manchmal ein muffiger, fauliger Geruch. Und ja, Blaualgen verursachen auch unter Wasser Probleme. Wenn die Alge massenhaft wächst und dann wieder abstirbt, kostet der Abbauprozess viel Sauerstoff. Dadurch bleibt weniger Sauerstoff für Fische und andere Wassertiere übrig. Besonders an warmen Tagen kann das schiefgehen. Manchmal mit Fischsterben zur Folge.
Was ist Blaualge?
Blaualgen klingen wie eine Art Algen, aber offiziell ist es ein Bakterium. Ein Bakterium, das sich in warmem und nährstoffreichem Wasser blitzschnell vermehren kann.
Ist es schlimm, wenn man in Blaualgen schwimmt?
Ein kleines Stückchen schwimmen in Wasser mit Blaualgen ist meistens nicht sofort gefährlich, aber angenehm ist anders. Manche Menschen merken kaum etwas davon, andere bekommen Hautirritationen, Juckreiz, rote Augen oder leichte Bauchbeschwerden wie Übelkeit oder Durchfall. Besonders Kinder und Hunde sind extra empfindlich, da sie leichter Wasser verschlucken. Hunde können davon manchmal richtig krank werden. Hast du in Wasser geschwommen, in dem sich später Blaualgen befinden? Spüle dich dann gut mit sauberem Wasser ab und beobachte vor allem, wie du dich fühlst. Gehen Beschwerden nicht von selbst weg oder wirst du wirklich krank, nimm dann Kontakt mit dem Hausarzt auf. Und ist dein Hund nach dem Schwimmen schlapp, übel oder erbricht er sich? Rufe dann sofort den Tierarzt an!
Zweifelst du ob irgendwo Blaualgen sind? Prüfe dann vorher ein wenig Badegewässer.nl der Lade die Schwimmwasser-App herunter. Besonders nach warmem Wetter ist das kein überflüssiger Luxus. Manchmal sieht ein kleiner See nämlich prima aus, während es trotzdem eine Warnung gibt.
Blaualgen werden immer normaler, und das ist ziemlich beunruhigend
Blaualgen sind also nicht nur ein ekliger Film auf dem Wasser. Sie sind auch ein Zeichen dafür, dass unsere Kanäle und Seen durch Umweltverschmutzung und wärmere Sommer aus dem Gleichgewicht geraten. Und da heiße Perioden immer häufiger vorkommen, erwarten Experten, dass Blaualgen auch häufiger auftreten werden. Ein zusätzlicher Grund also, die Wasserqualität vor dem Schwimmen zu überprüfen. Das erspart Ihnen hoffentlich juckende Haut, Bauchschmerzen oder einen ruinierten Strandtag.
Quellen: Generalauftrag für Wasserstraßen und Meeresmanagement, Newsletter Follow the Money (von Ties Joosten am 2.9.24).



