Immer mehr Menschen entscheiden sich für weniger Fliesen und mehr Grün im Garten, und das ist nicht so seltsam. Ein grüner Garten bleibt kühler, hilft bei der Aufnahme von Regenwasser und ist besser für Vögel, Bienen und Schmetterlinge. Dennoch kommt man oft nicht ganz ohne Pflasterung aus. Eine Terrasse, ein Gehweg oder ein Platz für den Gartentisch sind einfach praktisch. Zum Glück kann man auch hier kluge Entscheidungen treffen. Denn mit der richtigen Fliesenwahl und einer durchdachten Verlegeart machen Sie Ihren Garten schnell viel klimafreundlicher.
Intelligenter Umgang mit Pflastersteinen
Eine Terrasse oder ein Weg macht Ihren Garten viel praktischer. Genau deshalb ist es wichtig, gut darüber nachzudenken, wie viel Pflasterung Sie benötigen und wo Sie diese verlegen. Außerdem: Nicht alle Fliesen sind gleich. Farbe, Größe und Material machen mehr Unterschied, als Sie vielleicht denken. Helle moderne Gartenfliesen halten zum Beispiel weniger Wärme zurück als dunkle Varianten. Das merken Sie sofort an warmen Sommertagen. Ein Garten mit viel dunkler Pflasterung wärmt sich schneller auf, während hellere Farben kühler bleiben. Durch die Kombination von Pflasterung mit Beeten, Pflanzen oder Kies bleibt Ihr Garten grüner, kühler und Regenwasser kann besser in den Boden versickern. Das merken Sie besonders in heißen Sommern und bei starken Regengüssen.
Material Ihrer Gartenterrassenfliesen wählen
Auch das Material selbst spielt mit. Manche Hersteller verarbeiten heutzutage wiederverwertete Materialien oder Reststoffe aus dem Bauwesen in ihren Fliesen, wodurch weniger neue Rohstoffe benötigt werden. Und je länger eine Fliese hält, desto weniger schnell benötigt man neue Rohstoffe. Naturstein ist wieder eine andere Geschichte. Dieser hält oft jahrzehntelang und bekommt mit der Zeit sogar mehr Charakter. Es macht jedoch einen Unterschied, woher er stammt. Lokal abgebauter Stein hat meist einen kleineren ökologischen Fußabdruck als Naturstein, der von weit her importiert werden muss. Betonierte Gartenplatten sind gerade beliebt, weil sie stark sind, lange halten und wenig Pflege benötigen. Es ist auch ratsam, darauf zu achten, wie viel Pflege eine Fliese benötigt. Manche Fliesen bleiben mit nur Wasser und einem Besen gut schön, während andere schneller Grünbeläge bekommen, was die Leute dazu veranlasst, schneller zu chemischen Reinigungsmitteln zu greifen. Gerade diese Art von praktischen Dingen macht langfristig mehr Unterschied, als man denkt.
Ein weiterer praktischer Tipp: Kaufen Sie bei neuen Pflasterungen immer ein paar zusätzliche Ersatzfliesen und notieren Sie sich gut den Typ und die Farbe. Sollte später eine Fliese beschädigt werden oder möchten Sie etwas erweitern, können Sie die gleiche Fliese leichter wiederfinden. Vor allem bei beliebten Kollektionen und Farben ändert sich das Sortiment schneller, als Sie denken.
Die Art des Verlegens macht einen Unterschied
Nachhaltigeres Pflastern liegt nicht nur in der Fliese selbst, sondern auch in der Art und Weise, wie man sie verlegt. Der Ausgangspunkt ist noch zu oft eine vollständig dichte Terrasse, aber dadurch kann Regenwasser kaum in den Boden sickern. Besonders bei starken Schauern führt das schneller zu Pfützen oder Wasserüberlastung. Indem man etwas Platz zwischen den Fliesen lässt, mit Kies arbeitet oder sich für Trittsteine entscheidet, bekommt Regenwasser viel mehr Chancen, einfach in den Boden einzudringen. Das ist besser für Ihren Garten und hilft, Hitze an warmen Tagen entgegenzuwirken, da Grün und offener Boden weniger Wärme speichern als eine große Steinfläche.
Kiesel, Schotter und Splitt werden daher oft als nachhaltigere Wahl als vollständige Pflasterung genannt. Regenwasser kann leichter dazwischen in den Boden einsickern und es erwärmt sich meist weniger als eine große gepflasterte Terrasse. Allerdings gibt es Unterschiede im Material. Einige Zierkiesel werden aus der Ferne importiert, wodurch der Transport auch dazu beiträgt, wie nachhaltig die Wahl letztendlich ist. Außerdem ist Schotter nicht immer sehr praktisch mit zum Beispiel Gartenstühlen, Fahrrädern oder einem Kinderwagen. Eine Kombination aus Pflasterung mit Schotter, Pflanzen oder Trittsteinen funktioniert daher in vielen Gärten am angenehmsten.
Auch Pflanzen entlang der Ränder von Pflastersteinen machen einen Unterschied. Sie sorgen für Kühlung, ziehen Bienen und Schmetterlinge an und machen einen Garten sofort weniger steinig. Gerade diese Kombination aus Grün und Pflastersteinen sorgt oft für eine schöne Balance.
Grün zwischen deinen Fliesen
Und ein weiterer Schlusstipp, an den viele Leute nicht denken: Lassen Sie spontane Pflanzen zwischen Ihren Fliesen gelegentlich einfach stehen. Was oft sofort als ‘Unkraut’ entfernt wird, sind manchmal gerade kleine blühende Pflanzen, die Bienen und andere Insekten lieben. Diese sogenannten Fugenpflanzen sind eigentlich kleine Geschenke der Natur. Vielleicht ein bisschen weniger ordentlich, aber lebendig und gemütlich.
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