LED-Beleuchtung ist inzwischen so gut wie der Standard geworden. Zum Glück, denn LED-Lampen verbrauchen viel weniger Strom als altmodische Halogen- oder Glühlampen. Aber nicht jede LED-Lampe ist automatisch eine nachhaltige Wahl. Manche billige Lampen gehen schnell kaputt oder geben dieses kühle Licht – hallo Krankenhaus –, mit der Folge, dass sie doch schneller ersetzt werden. Und dann haben wir noch nicht einmal die eingebauten LEDs, die man nicht einmal ersetzen KANN, wenn sie kaputtgehen. Worauf muss man also eigentlich achten, wenn man LED-Beleuchtung kauft?
Warum LED-Beleuchtung eine intelligente Wahl ist
Dass LED-Beleuchtung so viel beliebter geworden ist, ist übrigens nicht nur Marketing-Geschwätz der Lampenhersteller. Laut Milieu Centraal verbraucht eine LED-Lampe etwa 85% weniger Strom als eine herkömmliche Glühlampe und hält zudem viel länger. Gerade an Orten, an denen Lampen oft brennen, wie in der Küche, im Flur oder im Badezimmer, kann sich das deutlich auf deine Stromrechnung auswirken. Ebenfalls erfreulich: LED-Lampen werden immer schöner. Wo man früher vor allem dieses grelle weiße Licht hatte, bei dem man spontan Lust bekam, einen Operationssaal zu putzen, gibt es heute glücklicherweise viel wärmere Farbtöne. Man kann also prima Atmosphäre im Haus schaffen, ohne dass der Stromverbrauch sofort durch die Decke geht.
Günstige LED-Lampen sind nicht immer die nachhaltigste Wahl
Doch sitzt es auch eine weniger langlebige Seite an der enormen LED-Hype. Besonders billige LED-Lampen erweisen sich in der Praxis lang nicht immer so lange zu gehen als auf der Verpackung steht. Und das ist schade, denn eine Lampe, die nach zwei Jahren zu flackern beginnt oder damit aufhört, muss doch ersetzt werden. Dann schießt diese ‘langlebige Wahl’ natürlich ein bisschen ihr Ziel vorbei. Auch sieht man immer öfter Lampen und Leuchten mit eingebauter LED-Beleuchtung. Schick? Sicher. Praktisch? Nicht immer. Denn wenn diese eingebauten LEDs kaputtgehen, kann man oft nicht einfach ein Lämpchen ersetzen. In vielen Fällen muss sofort die ganze Leuchte weg. Und das fühlt sich doch ein bisschen so an, als würde man seinen kompletten Ofen ersetzen, weil das Lämpchen kaputt ist.
Lass – netter Wortwitz – auch über helle Farbe und Austauschbarkeit
Wenn Sie LED-Beleuchtung kaufen, achten viele Menschen hauptsächlich auf Watt oder Preis. Das ist logisch, aber mindestens genauso wichtig ist die Lichtfarbe. Denn diese bestimmt maßgeblich, wie gemütlich, warm oder auch kühl sich ein Raum anfühlt. Für das Wohnzimmer ist oft extra warmweißes Licht eine gute Wahl, während etwas neutraleres Licht in der Küche oder im Bad angenehm sein kann. Ebenfalls clever zu beachten: Lässt sich die Lichtquelle später ersetzen? Bei manchen modernen Designlampen ist die LED-Beleuchtung komplett eingebaut. Das sieht schick aus, ist aber weniger praktisch, wenn die Beleuchtung nach ein paar Jahren weniger gut funktioniert. Eine Leuchte, in die Sie einfach einzelne LED-Lampen drehen können, hält oft viel länger. Und das ist letztendlich doch viel nachhaltiger. Kommen Sie mit Begriffen wie Lumen, Kelvin oder verschiedenen Lichtfarben nicht ganz zurecht? Auf InLED Es gibt viele praktische Erklärungen darüber, welche LED-Beleuchtung in jedem Raum gut funktioniert.
Weniger Lampen, mehr Atmosphäre
Was auch oft passiert: Sobald Menschen auf LED-Beleuchtung umsteigen, kommen plötzlich überall Spots, Streifen und smarte Lampen dazu. Verständlich, denn LED ist sparsam und die Möglichkeiten sind endlos. Aber mehr Beleuchtung ist nicht automatisch besser oder nachhaltiger. Manchmal wirken ein paar gut gewählte Lichtpunkte gerade viel ruhiger und gemütlicher als eine Decke voller heller Spots. Ein intelligenter Lichtplan muss übrigens überhaupt nicht kompliziert sein. Oft kommt man schon sehr weit, indem man pro Raum darüber nachdenkt, was man dort eigentlich tut. In der Küche möchte man beim Kochen gute Sicht haben, während man im Wohnzimmer wahrscheinlich lieber weicheres Licht hat. Durch die Kombination verschiedener Beleuchtungsarten, wie eine Grundbeleuchtung, eine Leselampe und etwas Stimmungsbeleuchtung, muss man nicht mehr so oft alle Lampen gleichzeitig einschalten. Das spart Energie und macht das Zuhause sofort wärmer in der Atmosphäre.
Nachhaltige LED-Beleuchtung steckt oft im Detail
Schließlich liegt die Nachhaltigkeit bei LED-Beleuchtung nicht nur im geringeren Stromverbrauch, sondern vor allem auch im Treffen klügerer Entscheidungen. Eine Lampe, die jahrelang hält, angenehmes Licht spendet und bei der man die Lichtquelle einfach austauschen kann, ist letztendlich viel nachhaltiger als eine billige Lampe, die schnell kaputtgeht oder störendes Licht abgibt. Achten Sie daher nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Lichtfarbe, Qualität und Austauschbarkeit. Dann haben Sie nicht nur länger Freude daran, sondern vermeiden auch unnötigen Abfall und ein Wohnzimmer, das sich wie ein Wartezimmer beim Hausarzt anfühlt.
Foto: Charlotte May, Pexels.



