Wir schrieben bereits vor die Instandhaltung von Holzschneidebrettern, aber wie sieht es eigentlich mit deinen Kochlöffeln aus? Die benutzt du vielleicht sogar noch öfter. Kurz umrühren, probieren, wieder zurück in die Pfanne… Auch Holzlöffel brauchen Pflege, um frisch und sauber zu bleiben. Glücklicherweise ist das gar nicht kompliziert. Die Frage ist nur: machst du es auch regelmäßig?
Warum ein Holzlöffel oder Spatel besser ist als Plastik
Holzlöffel sind aus gutem Grund seit Generationen beliebt. Sie schmelzen nicht, zerkratzen Ihre Pfannen nicht und geben keinen Geschmack an Ihr Essen ab. Plastiklöffel und -spatel waren eine Zeit lang beliebt, aber das sehen wir inzwischen anders. Sie verschleißen, bekommen kleine Beschädigungen und können beim Kochen, insbesondere bei hohen Temperaturen, Mikroplastik abgeben. Bei schwarzen Plastikspateln müssen Sie besonders vorsichtig sein. Diese sind oft aus recyceltem Kunststoff gefertigt. Das klingt nachhaltig, aber in einigen Fällen stammt dieser Kunststoff aus alter Elektronik, wie Computern oder Fernsehern. Darin können Reste von Flammschutzmitteln und anderen Stoffen enthalten sein, die nicht für den Kontakt mit Lebensmitteln bestimmt sind. Nicht jeder schwarze Plastikspatel ist automatisch schlecht, aber es entstehen immer mehr Zweifel, sobald man damit in heißen Pfannen rührt. Holz hat diese Nachteile nicht. Es bröckelt nicht in unsichtbare Partikel ab und enthält keine versteckten Zusatzstoffe. Bei richtiger Pflege ist ein Holzlöffel daher eine der zuverlässigsten Optionen in der Küche. Unser absoluter Tipp also, wenn Sie in Ihren Pfannen rühren!
Aus welchem Holz sind Kochlöffel und Pfannenwender normalerweise gemacht?
Die meisten hölzernen Kochlöffel werden aus Buchenholz, Ahornholz oder Olivenholz hergestellt. Buche und Ahorn sieht man am häufigsten. Das sind harte, dichte Holzarten, die wenig Geruch und Geschmack aufnehmen und dem täglichen Gebrauch gut standhalten. Olivenholz ist etwas schwerer und von Natur aus etwas fetter, wodurch es Feuchtigkeit weniger schnell aufnimmt und oft etwas weniger Pflege benötigt. Weichere Holzarten trifft man seltener an, da diese schneller verschleißen und eher Gerüche aufnehmen. Welche Holzart Sie auch haben, die Basis bleibt dieselbe: mild reinigen und nicht zu lange einweichen lassen.
So reinigen Sie hölzerne Kochlöffel
Einen Kochlöffel aus Holz reinigen ist sehr einfach. In den meisten Fällen reicht es aus, sie mit lauwarmem Wasser abzuspülen und mit einem Tuch abzuwischen. Wenn immer noch ein Geruch haftet oder der Kochlöffel etwas fettig ist, dann wirkt Meersalz mit einer halben Zitrone gut. Kurz einreiben, kurz einwirken lassen und abspülen. Fertig. Haben Sie es mit einem wirklich alten Kochlöffel zu tun. Sie wissen schon, so einer, der ganz ausgetrocknet ist mit dunklen Flecken? Dann hilft Folgendes: Rauhe Stellen leicht anschleifen, den Löffel in heißem Wasser mit Backpulver und Essig einweichen und danach gut trocknen lassen (vorzugsweise ein bis zwei Tage). Das Holz anschließend mit einem lebensmittelechten Holzöl einreiben (kommen wir gleich dazu), über Nacht einziehen lassen und das überschüssige Fett abwischen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Ihr Kochlöffel wieder deutlich frischer aussieht und viel länger hält!
Was du besser lassen solltest, sind heißes Wasser, aggressive Reinigungsmittel und die Spülmaschine. Diese trocknen das Holz aus und entfernen den natürlichen Schutz. Lass deinen Kochlöffel nach der Reinigung an der Luft trocknen und lege ihn nicht nass zurück in die Besteckschublade. Vertraue dem Holz ein wenig. Das leistet mehr Arbeit, als du denkst.
Holzspatel und Kochlöffel ein wenig einölen
Wie bei hölzernen Schneidebrettern gilt auch für Kochlöffel: ab und zu ein wenig Öl wundersames wirkt. Zum Ölen deiner Kochlöffel kannst du spezielle Pflegeprodukte kaufen, wie Holzöl oder Holzwachs oder diese von Dill & Kamille. Verwenden Sie ein lebensmittelechtes Öl, wie zum Beispiel Mineralöl. Dieses ist geruchlos, geschmacklos, wird nicht ranzig und sorgt dafür, dass Feuchtigkeit und Essensreste weniger Chancen haben, in das Holz einzudringen. Sie können also einfach dasselbe Öl verwenden, das Sie auch für Ihre hölzernen Schneidebrettchen benutzen.
Was Sie besser beiseite lassen sollten, sind Öle aus Ihrem Küchenschrank, wie Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Kokosöl. Sie scheinen logisch, aber sie oxidieren mit der Zeit. Das Ergebnis ist ein klebriger Kochlöffel, der muffig riechen kann. Wie oft das Ölen nötig ist, hängt davon ab, wie intensiv Sie Ihre Kochlöffel verwenden, aber für die meisten Küchen ist einmal alle ein bis zwei Monate ausreichend. Sehen Sie, dass das Holz matt aussieht oder sich trocken anfühlt, dann wissen Sie eigentlich schon genug. Zeit für Öl!
Holzlöffel pflegen
Hölzerne Kochlöffel und Pfannenwender erfordern vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit als Plastik, aber das zahlt sich aus. Sie halten länger, geben keine Mikroplastik ab und sind angenehmer zu benutzen. Indem man sie mild reinigt und ab und zu ölt, bleiben sie frisch und hygienisch, auch beim intensiven Kochen. Das ist keine hohe Wissenschaft und schon gar keine tägliche Aufgabe. Ein wenig Mitgehen mit dem, was das Holz braucht, ist oft schon genug. So bleibt dieser Kochlöffel, wofür er gedacht ist: ein feines, zuverlässiges Werkzeug in deiner Küche. Viel Erfolg!
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- Siehe auch: unsere Erfahrung mit Foodello.
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Quellen: Lebensmittelverpackungsforum.org, urmcrochester.edu, Galaxus.be, @essen2sammeln. Foto-Credits: Nicole Michalou, Pexels.



