Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu und Saskia kratzt sich am Kopf. Dieses Jahr ist wieder so viel ins Haus gekommen. Stapel Hefte, von denen die meisten noch halb leer sind. Arbeitsbücher, in denen kaum gearbeitet wurde. Es fühlt sich verschwenderisch an. Sie fragte sich also: Wie groß ist die Verschwendung von Schulbüchern eigentlich? Wir haben es herausgefunden. Die Antwort schockierte uns.
Wie groß ist die Verschwendung von Schulbüchern eigentlich?
Millionen Schulbücher landen jedes Jahr im Papierkorb. Das geht aus Forschung und Berichten von unter anderem der NOS hervor. Allein an weiterführenden Schulen sollen es jährlich über sieben Millionen Kilogramm an Einwegbüchern sein. Das sind Bücher, in die Schüler schreiben und die nach einem Schuljahr aussortiert werden. Diese Zahlen beziehen sich auf die Sekundarstufe, aber sie regen uns zum Nachdenken an. Denn wenn dort so viel Papier weggeworfen wird, was passiert dann an Grundschulen? Bei uns zu Hause sehen wir jedenfalls auch Stapel halbvoller Hefte und kaum benutzter Arbeitshefte zurückkommen.
Verschwendung in weiterführenden Schulen ist eine große Sache
An weiterführenden Schulen ist die Verschwendung mittlerweile strukturell geworden. Seit 2019 arbeiten viele Schulen mit einer Kombination aus einer digitalen Lizenz und einem gedruckten Arbeitsheft, in das die Schüler schreiben dürfen. Dieses Heft wird am Ende des Schuljahres nicht mehr eingesammelt. Im besten Fall landet es im Altpapier oder schlimmer: im Restmüll. Bei manchen Schulgemeinschaften handelt es sich um Zehntausende Kilogramm pro Jahr. Früher war das anders. Das weißt du bestimmt noch selbst. Schulbücher hielten vier bis sechs Jahre. Man holte am Anfang des Jahres einen Stapel Bücher ab, band sie ordentlich ein und am Ende gab man alles wieder ab. In sein Buch zu schreiben war verboten. Dieses System war vielleicht etwas umständlicher, aber die Bücher wurden tatsächlich mehrmals verwendet. Dass wir das jetzt massenhaft anders machen, ist nicht nur uns aufgefallen. Auch die Zweite Kammer (das niederländische Parlament) will die Anzahl der Einwegbücher drastisch reduzieren und untersucht, wie dies nachhaltiger geschehen kann.
Schulbücher als Wegwerfartikel sind ein Riesengeschäft
Hinter diesem System stecken natürlich auch kommerzielle Interessen. Der Markt für Schulbücher wird weitgehend von einigen großen Verlagen dominiert, wie Malmberg, Noordhoff und ThiemeMeulenhoff. Sie bieten Schulen oft ein Paket aus einer digitalen Lizenz mit einem gedruckten Arbeitsbuch an. In diesem Modell wird jedes Jahr ein neues Buch benötigt. Rechnen Sie mal mit. In der Sekundarstufe gibt es über neunhunderttausend Schüler. Bei durchschnittlich zehn Fächern pro Schüler kommt man auf rund neun Millionen Bücher pro Jahr. Bücher, die nach einem Schuljahr weggeworfen werden. Das ist kein Nebenerwerb, das ist das System. Was stört: Auf vielen dieser Arbeitsbücher steht immer noch, dass Schüler ihren Namen und ihre Klasse darauf schreiben sollen. Damit wird die Wiederverwendung eigentlich sofort unmöglich gemacht. Manche Schulen versuchen das mittlerweile zu durchbrechen. Sie kleben Aufkleber über diese Anweisung oder vereinbaren mit den Schülern, dass nicht in die Bücher geschrieben wird, damit sie doch noch eine Runde mitmachen können. Es geht also doch. Aber es erfordert eine andere Wahl.


Verschwendung von Schulbüchern: leere Hefte, halb ausgefüllte Arbeitsbücher, aber auch Hardcover-Arbeitsbücher, die durchaus mehrere Jahre hätten genutzt werden können, wenn man die Antworten in ein anderes Heft geschrieben hätte.
Weniger Verschwendung von Schulbüchern?
Und dann stehst du da mit einem Stapel Bücher in den Händen. Was ist die Lösung? Ehrlich gesagt: Die haben wir auch nicht einfach so. Das ist eine Systemfrage. Aber nichts tun fühlt sich auch komisch an. Was du jedoch tun kannst, ist, klein anzufangen. Suche das Gespräch mit der Schule. Frage, wie sie mit Arbeitsbüchern umgehen. Ist Wiederverwendung besprechbar? Du kannst sie zum Beispiel darauf hinweisen, sich einmal den kooperativen Schulbuchverlag anzusehen Neon. Diese Initiative versucht, Schulbücher anders zu organisieren: Schulen, Lehrer und Hersteller arbeiten zusammen an Lehrmaterialien, die flexibel und leichter anzupassen sind. Die Idee dahinter ist, dass Lehrmaterialien weniger schnell veralten und besser wiederverwendbar werden. Das spart nicht nur Papier, sondern auch Kosten und Verschwendung.
Und wenn die Bücher doch nicht mehr zurückgenommen werden, sorgen Sie zumindest dafür, dass sie im Altpapier landen. Das macht einen Unterschied. Altpapier wird in den Niederlanden größtenteils zu neuem Papier und Karton recycelt. Wenn Sie Ihre Bücher in den Restmüll werfen, werden sie verbrannt. Das liefert zwar etwas Energie, aber das Papier ist endgültig verloren. Recycling kostet auch Energie, spart aber Bäume und Rohstoffe. Es ist keine perfekte Lösung, aber eine bessere.
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Zurück zum Lehrbuchsystem von früher?
War früher alles besser? Nein. Aber wenn es um Schulbücher geht, vielleicht ein bisschen. Bücher hielten jahrelang, wurden weitergegeben und man lernte, sorgsam damit umzugehen. Sonst konnte man mit einer Geldstrafe rechnen. Und dieses Gemecker von den Eltern wollte man wirklich nicht. Jetzt haben wir das gegen Wegwerfbücher eingetauscht, oft in Kombination mit digitalen Lehrmethoden. Und da haben wir noch gar nicht die zusätzliche Folge erwähnt: mehr Bildschirmzeit. Während Augenärzte warnen, dass Kurzsichtigkeit bei Jugendlichen explosionsartig zunimmt. In den Niederlanden ist inzwischen etwa die Hälfte der Teenager kurzsichtig. Zu viel Nahsehen, zu wenig draußen sein. Die bekannte 20-20-2 Regel wird längst nicht auf jeder Schule aktiv gefördert. Aber das ist vielleicht ein Thema für einen anderen (nächsten?) Artikel. Bleiben Sie thegreenlist.nl damit hauptsächlich folgen.
Hast du einen Tipp? Arbeitest du an einer Schule, die es anders macht? Oder macht deine Schule es schlauer? Lass es uns wissen. Denn das ist ein Thema, bei dem man denkt: Darüber muss doch besser nachgedacht werden.
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Quellen: NOS.nl, NOS.nl, NOS.nl, Mi, Augenheilkunde, rtlnews.nl.



