Tipps, um Vögeln im Winter zu helfen.

Vögel im Garten: So helfen Sie ihnen über den Winter

Vögel im Garten oder auf dem Balkon bringen während der dunklen Wintermonate buchstäblich und im übertragenen Sinne Farbe. Aber gerade in dieser Periode können sie etwas zusätzliche Hilfe gebrauchen. Mit den richtigen Pflanzen und Sträuchern, ausreichend Nahrung und Wasser sowie einem schönen Platz zum Unterschlupfen machst du deinen Außenbereich für Vögel ein Stück attraktiver. So gehst du das diesen Winter an!

Vögel im Winter helfen

So eine sich aufplusternde Kohlmeise auf dem Zaun sieht zwar niedlich aus, aber den Winter zu überstehen, ist für kleine Vögel harte Arbeit. In einer kalten Nacht können sie bis zu 10% ihres Körpergewichts verlieren. Das müssen sie tagsüber wieder auffüllen, während die Tage kurz sind und das natürliche Buffet aus Insekten, Samen, Beeren und Früchten immer spärlicher wird. Im Frühjahr brauchen sie zusätzliche Energie für ihre Jungen, im Winter vor allem, um ihren eigenen Körper warm zu halten. Genau deshalb beginnt die Hilfe für Vögel nicht mit einem Sack Futter, sondern mit einem grünen Garten, in dem auch in den kalten Monaten etwas zu fressen und ein geschützter Platz zu finden ist.

Ideale Pflanzen für Vögel im Winter

Eine Tüte Vogelfutter ist im Winter eine schöne Extra-Leckerei, aber die beste Speisekammer wächst einfach in Ihrem Garten. Wählen Sie vorzugsweise einheimische Bäume, Sträucher und Pflanzen, eventuell ergänzt durch nicht-invasive gebietsfremde Arten, die in den Wintermonaten Beeren oder Schutz bieten. So finden Vögel in den wärmeren Monaten Insekten und später im Jahr Samen und Früchte. Lassen Sie auch etwas Gras länger wachsen und schneiden Sie verblühte Blumen nicht sofort ab. Ein dichter oder stachliger Strauch macht das Ganze komplett: Darin können sie sich sicher verstecken und im Frühling ein Nest bauen. Abhängig vom Platz, den Sie haben, sind dies ein paar schöne vogel freundliche Pflanzen, um damit zu beginnen!

  • Feuerdorn nicht einheimisch, aber dennoch ein echter Vogelstrauch. Zwischen den dichten Zweigen und scharfen Dornen können Zaunkönige, Heckenbraunellen und Amseln sicher Schutz suchen und nisten. Katzen und Sperber kommen dort nämlich deutlich schwerer heran. Im Frühjahr zieht die weiße Blüte Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge an; im Herbst und Winter sind die orangeroten Beeren unter anderem bei Amseln, Staren, Rotdrosseln und Wacholderdrosseln beliebt. Sie können Feuerdorn als Hecke pflanzen oder an einer Mauer entlangführen.
  • Stechpalme, Weißdorn und Schlehdorn: wenn Sie lieber einheimische bevorzugen, sind dies gute Alternativen. Auch diese Sträucher bieten mit ihren dichten oder stacheligen Zweigen einen sicheren Ort zum Verstecken und Brüten. Und mit ihren Beeren setzen sie später im Jahr sofort etwas auf den Speiseplan.
  • Felsenbirne Ein persönlicher Favorit. Die vielverkaufte amerikanische Felsenbirne ist nicht einheimisch, aber bei Vögeln beliebt. Der Strauch kann einige Meter hoch werden, lässt sich aber gut schneiden und passt dadurch auch in einen kleineren Garten. Sie bekommen im Frühling weiße Blüten dafür zurück, danach essbare Beeren und im Herbst goldgelbe bis kupferrote Blätter. Die Beeren können Sie selbst auch essen, jedenfalls: wenn die Vögel etwas für Sie übrig lassen.

Feuerdorn: ideale Pflanze für Vögel im Winter.

Feuerdorn ist im Winter eine ideale Pflanze für Vögel.

Wählen Sie biologische Pflanzen, auch für die Vögel!

Der Herbst ist eine gute Zeit, um neue Pflanzen und Sträucher in die Erde zu setzen, solange es nicht friert. Achten Sie dabei nicht nur darauf, was Sie pflanzen, sondern auch darauf, wie es gezüchtet wurde. Pestizide töten nämlich Insekten, die für viele Vögel eine wichtige Nahrungsquelle sind, besonders wenn sie im Frühjahr Junge haben. Entscheiden Sie sich daher für biologisch gezüchtete Pflanzen und verwenden Sie auch selbst kein Gift im Garten. In dem Artikel über die Bedeutung von giftfreien Pflanzen liesst du, worauf du achten kannst. Auch für Blumenzwiebeln gilt: lieber biologisch. Hier findest du Tipps zum Pflanzen von Bio-Blumenzwiebeln.

Was fressen die Vögel im Garten?

Jeder Vogel frisst, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, in diesem Fall ziemlich wörtlich. Ein Buchfink knackt mit seinem kräftigen Schnabel Samen und Kerne, während ein Rotkehlchen oder Zaunkönig mit einem dünnen Schnabel zwischen Blättern und Zweigen nach Insekten sucht. Amseln, Drosseln und Stare fressen neben kleinen Tierchen auch gerne Beeren und Obst. Dieses Menü ändert sich außerdem mit den Jahreszeiten: wenn Insekten im Winter knapper werden, stellen viele Arten auf das um, was noch zu finden ist. Mit verschiedenen Nahrungsquellen im Garten bekommen Sie also auch verschiedene Gäste. Die Beerenkalender von Vogelbescherming zeige, welche Sträucher zu welcher Zeit Beeren tragen.

Ergänzungsfuttermittel, ja oder nein?

Dass Vögel durch das Zufüttern träge werden oder verlernen, selbst nach Futter zu suchen, ist ein hartnäckiges Gerücht. Untersuchungen liefern dafür keine Belege: Das Futter, das Sie anbieten, bleibt eine Ergänzung zu dem, was sie selbst finden. Sie können daher das ganze Jahr über zufüttern, auch wenn sich ihr Bedarf je nach Jahreszeit ändert. Im Herbst bauen sie Reserven auf, und im Winter kostet es viel Energie, ihre Körpertemperatur von etwa 40 bis 42 Grad aufrechtzuerhalten. Kleine Arten können in einer kalten Nacht sogar bis zu 10% ihres Körpergewichts verlieren. Im Frühjahr und Sommer sind Insekten und andere proteinreiche Nahrung wichtig für die Eiablage, die Jungtiere und die Häutung. Ein grüner Garten mit natürlichen Nahrungsquellen bildet stets die Grundlage. Füttere darüber hinaus kleine Mengen und halte die Futterstelle sauber.

Was brauchen Vögel im Winter?

Sobald die Temperatur sinkt, darf etwas Deftigeres auf die Speisekarte. Samen, ungesalzene Erdnüsse, eingeweichte Rosinen, Obst und Meisenknödel liefern die Energie, die Vögel im Winter gut gebrauchen können. Kaufen Sie Meisenknödel vorzugsweise ohne Plastiknetz. Darin können sich Beine und Schnäbel verfangen, und wenn ein solches Netz auf dem Boden landet, bleibt auch noch Plastik im Garten zurück. Benutzen Sie stattdessen lieber einen wiederverwendbaren Halter oder Mache selbst Meisenknödel. Auch im Winter brauchen Vögel Wasser. Bei leichtem Frost kann man einfach eine flache Schale mit frischem Wasser hinstellen. Füge niemals Salz oder Zucker hinzu: Salz ist ungesund und Zucker macht die Federn klebrig, wenn Vögel darin baden. Friert es streng, stelle dann kein offenes oder warmes Wasser hin. Liegt auch kein Schnee, dann kann man etwas Eis zerstoßen, wovon sie kleine Stücke aufpicken können. Halte die Schale in allen Fällen gut sauber.

Zu beachtende Punkte bei der Fütterung

Wenn Sie zu viel füttern, bleibt das Futter liegen, was Schädlinge anlockt. Füttern Sie lieber öfters kleine Stücke. Und achten Sie darauf, dass Sie verantwortungsvolles und gut zusammengesetztes Futter kaufen. Warum Sie Vogelfutter immer aus einem Netz nehmen sollten, lesen Sie hier.

Nistkästen für Vögel im Hinterhof

Ein Spalt unter dem Dach, eine Höhle in einem alten Baum oder eine dichte Hecke: Für Vögel sind das tolle Plätze, um ein Nest zu bauen. Nur verschwinden solche Plätze immer öfter, wenn Häuser isoliert werden, Löcher geschlossen werden und Hecken Zäunen weichen. Mit Bäumen und Sträuchern kann man natürliche Nistplätze schaffen, aber für Arten, die gerne in einer Höhle brüten, kann ein Nistkasten eine gute Ergänzung sein. So ein Kasten ist jedoch kein Vogelhaus für den allgemeinen Gebrauch. Eine Blaumeise braucht zum Beispiel ein kleineres Einflugloch als eine Kohlmeise oder ein Haussperling. Auch die Form unterscheidet sich: Rotkehlchen, Zaunkönige, Hausrotschwänze und Bachstelzen nutzen manchmal einen halboffenen Kasten. Schauen Sie deshalb zuerst, welche Arten in Ihrer Nähe vorkommen, und wählen Sie dazu ein passendes Modell. Die Postleitzahlen-Vogelschau der Vogelschutzorganisation hilft Ihnen dabei.

Auf dem Foto sieht man die gefrorenen Samenstände des Sonnenhuts. Schneiden Sie die verblühten Blumen nicht ab, denn Vögel fressen gerne von den Samen. Besonders der Stieglitz, den man ebenfalls auf dem Foto sieht, liebt sie. Das andere Foto zeigt ein Beispiel für eine Vogelfutterstelle.

Winterarbeit: Nistkasten in deinem Garten bauen und aufhängen

Nach der Brutsaison, meist im September oder Oktober, können Sie alte Nistkästen reinigen. Überprüfen Sie zuerst, ob sich kein Vogel mehr darin befindet, holen Sie das alte Nistmaterial heraus und schrubben Sie den Kasten mit heißem Wasser sauber. Reinigungsmittel ist nicht nötig. Der Herbst ist auch ein guter Zeitpunkt, um einen neuen Nistkasten aufzuhängen. Vögel können darin während kalter Nächte bereits Schutz suchen und haben reichlich Zeit, den Platz zu entdecken, bevor das Frühjahr beginnt. Wählen Sie einen ruhigen, geschützten Platz, der nicht in der vollen Sonne hängt. Richten Sie das Einflugloch vorzugsweise nach Nordosten aus, da der Wind in den Niederlanden oft aus dem Südwesten kommt. Sorgen Sie für eine freie Anflugroute und hängen Sie den Kasten etwa zwei Meter hoch auf, außerhalb der Reichweite von Katzen. Mehrere Nistkästen? Halten Sie ungefähr drei Meter Abstand zwischen Kästen für verschiedene Arten und zehn Meter zwischen Kästen für dieselbe Art. Für Koloniebrüter wie Haussperlinge, Stare und Schwalben gilt diese Regel nicht: Sie wohnen gerade gerne nah beieinander. Wählen Sie einen stabilen Kasten aus natürlichem Holz von mindestens 1,5 Zentimeter Dicke, mit einem wasserdichten Dach und einer zuverlässigen Aufhängekonstruktion. Ein Stöckchen vor der Öffnung ist nicht nötig. Nistkasten selbst bauen ist natürlich auch schön und ein originelles Geschenk.

Hilfst du im Winter auch den Vögeln?

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein vogelfreundlicher Wintergarten muss nicht groß oder perfekt sein. Mit einem Beerenstrauch, verblühten Blumen, etwas Laub unter der Hecke und einer Wasserschale bieten Sie bereits Nahrung und Schutz. Ein sauberer Futterplatz und ein gut aufgehängter Nistkasten können eine schöne Ergänzung dazu sein. Und ja, auch ein Balkon zählt mit. Genau all diese kleinen grünen Plätze zusammen machen die bebaute Umgebung für Vögel ein Stück lebenswerter.

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Quellen: Natuurmonumente, Vogelschutz. Bildnachweis: Jelle de Jong (Hauptbild), andere Bilder: Amanda Sniekers.

Ursprünglich auf Niederländisch verfasst und automatisch übersetzt, um weltweit zu einem grüneren Lebensstil zu inspirieren.

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Abbildung von Amanda Sniekers-Bovend’Eerdt

Amanda Sniekers-Bovend'Eerdt

Amanda hat eine Mission: mehr grüne Gärten zum Schutz der Artenvielfalt. Sie gibt echte grüne Gartentipps, die alle glücklich machen, auch die juckenden Viecher.
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Amanda Sniekers-Bovend'Eerdt

Amanda hat eine Mission: mehr grüne Gärten zum Schutz der Artenvielfalt. Sie gibt echte grüne Gartentipps, die alle glücklich machen, auch die juckenden Viecher.

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