Torffreie Blumenerde und Gartenerde, denn Blumenerde mit Torf ist schlecht für das Klima.

Nachhaltiges Gärtnern: Schon an torffreie Blumenerde gedacht?

Wie oft fährst du zum Gartencenter für einen Sack Blumenerde, ohne dir Gedanken darüber zu machen, was darin steckt? Wahrscheinlich enthält dieser Sack Torf. Und das ist ziemlich verrückt, denn Torferde ist nicht nur schlecht für das Klima, sondern eigentlich auch gar nicht so toll für deinen Garten. Während du dachtest, du würdest mit deinen Pflanzen und grünen Daumen etwas Nachhaltiges tun, stellt sich heraus, dass hinter diesem harmlosen Sack Blumenerde eine ziemlich umweltschädliche Geschichte steckt. Was genau ist falsch an Torf und welche Alternativen gibt es eigentlich?

Nachhaltiges Gärtnern ohne Torf

In den meisten Blumenerden ist Torf enthalten. Das mag harmlos klingen, aber Torf wird aus Moorgebieten gewonnen: feuchten Naturgebieten, in denen riesige Mengen CO2 gespeichert sind. Um Torf zu gewinnen, werden diese Gebiete zuerst trockengelegt und dann abgebaut. Und gerade dabei geht es schief. Der gespeicherte Kohlenstoff wird freigesetzt und besondere Natur verschwindet. Ziemlich seltsam eigentlich, denn viele Menschen kaufen Blumenerde gerade deshalb, weil sie gerne grünes tun wollen im Garten. Während Torferde gar keine so nachhaltige Wahl ist. Da niederländische Moorgebiete geschützt sind, holen wir außerdem viel Torf aus anderen Ländern. Dort kommen also auch noch etliche versteckte Transportkilometer und Emissionen hinzu.

Was ist falsch an Blumenerde?

Das Problem mit vielen Blumenerden liegt vor allem am Torf. Das ist ein beliebter Bestandteil von Blumenerde, da er billig ist, Wasser gut speichert und Pflanzen leicht darin wachsen. Praktisch für Züchter also, aber weniger praktisch für das Klima. Torf wird nämlich aus Moorgebieten gewonnen: nasse, sumpfige Naturgebiete, in denen sich seit Tausenden von Jahren Pflanzen und Moose ansammeln. Vielleicht nicht die attraktivste Landschaft der Welt, aber unglaublich wichtig. Denn Moorgebiete speichern riesige Mengen an Kohlenstoff. Tatsächlich ist weltweit mehr Kohlenstoff in Moorböden gespeichert als in allen Wäldern zusammen.

Um Torf zu gewinnen, werden diese Gebiete zunächst trockengelegt und anschließend abgetragen. Und genau dabei geht es schief. Das gespeicherte CO₂ wird freigesetzt und einzigartige Natur verschwindet. Weltweit verursacht die Zerstörung von Moorgebieten schätzungsweise 5 bis 71 % aller CO2-Emissionen. Das ist sogar mehr als die Emissionen des Luftverkehrs. Moorgebiete werden nicht umsonst manchmal als ‘Regenwälder unter der Erde’ bezeichnet. Sie tragen nicht nur zur Speicherung von CO2 bei, sondern auch zur Artenvielfalt, zum Wasserhaushalt und zur Kühlung bei extremer Hitze. Und die Regeneration verläuft unglaublich langsam: Neues Moor wächst im Durchschnitt nur einen Meter pro tausend Jahre. Ziemlich bizarr also, dass wir einen so jahrhundertealten Boden für etwas abtragen, das letztendlich in einem Blumentopf oder einer Gartenbeete verschwindet.

Die Niederlande sind inzwischen einer der größten Torfverbraucher in Europa. Da die niederländischen Moorlandschaften geschützt sind, importieren wir jährlich riesige Mengen Torf aus Ländern wie Estland, Lettland und Finnland. Und nein, all dieser Torf landet nicht nur in unseren Hinterhöfen. Der bei weitem größte Teil wird im Gartenbausektor verwendet. Also gibt es auch dort einiges zu tun. Aber auch Sie können glücklicherweise etwas dagegen tun.

Nachhaltiges Gärtnern: Was können Sie tun?

Die wichtigste Botschaft ist eigentlich ganz einfach: Lassen Sie Blumenerde mit Torf so weit wie möglich stehen. Nur ist das manchmal leichter gesagt als getan. Denn auch in der Welt der Blumenerde und Gartenerde wird mit Begriffen wie ‘Bio’, ‘biologisch’ und ‘natürlich’ um sich geworfen. Klingt nachhaltig, aber das sagt bei weitem nicht immer etwas über den Inhalt des Sackes aus. Ein Töpfchen Greenwashing Also, Wortspiel beabsichtigt. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen: biologische potgrond existiert offiziell überhaupt nicht, während es oft auf einem Sack steht. Meistens bedeutet ‘biologisch’ nur, dass kein Kunstdünger verwendet wurde und dass der Boden für den biologischen Landbau geeignet ist. Aber in der Zwischenzeit kann immer noch einfach Torf darin enthalten sein. Tatsächlich ist das oft auch so.

Nachhaltige Alternativen zur Blumenerde

Glücklicherweise gibt es mittlerweile genügend bessere Alternativen zu torfhaltiger Blumenerde. Dies sind gute Optionen für den Anfang:

Links: Erste Schritte mit einem Wurmhotel zur Herstellung von eigenem Kompost aus Gemüse-, Obst- und Gartenabfällen (GFT) und rechts: Besuch einer großen Wurmfarm, in der die Würmer bereits Kompost hergestellt haben.

Gehen Sie für torffreie Blumenerde!

Die Lösung für unsere Gärten ist überraschend einfach: Verwenden Sie keine torfhaltige Blumenerde! Das ist außerdem viel besser für Ihren Garten. Es ist für unsere Gärtchen eigentlich gar kein geeignetes Produkt. Es ist sauer (was für viele Pflanzen schlecht ist) und es ist kein Leben darin. Außerdem sind nach drei Monaten die zugesetzten Nährstoffe schon aufgebraucht. Verwenden Sie deshalb für Garten- und Zimmerpflanzen torffreie Erde, lautet der Rat. Betrachten Sie den Sack Blumenerde in Ihrem Schuppen mit einem kritischen Blick und lassen Sie ihn im Geschäft liegen, wenn Torf darin ist. Denn solange es verkauft wird, wird es auch hergestellt werden! Und vergessen Sie nicht, weiterhin Fliesen zu entfernen. Je mehr Grün, desto besser für den Planeten!

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Quellen: IUCN, Mi , Bewährung, torfrei.nl, Dave Goulson - der Garten-Dschungel. Bildnachweis: Hauptbild Karolina Grabowska (Pexels), andere: thegreenlist.nl.

Ursprünglich auf Niederländisch verfasst und automatisch übersetzt, um weltweit zu einem grüneren Lebensstil zu inspirieren.

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Abbildung von Amanda Sniekers-Bovend’Eerdt

Amanda Sniekers-Bovend'Eerdt

Amanda hat eine Mission: mehr grüne Gärten zum Schutz der Artenvielfalt. Sie gibt echte grüne Gartentipps, die alle glücklich machen, auch die juckenden Viecher.
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Amanda hat eine Mission: mehr grüne Gärten zum Schutz der Artenvielfalt. Sie gibt echte grüne Gartentipps, die alle glücklich machen, auch die juckenden Viecher.

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