Rosen sind nicht nur schön anzusehen, man kann auch überraschend leckere Getränke daraus machen. Dieser Rosen-Cappuccino ist zart und blumig und perfekt für einen ruhigen Moment: im Sommer mit frischen Rosenblättern oder später im Jahr mit getrockneten. Wildpflanzenexpertin Katja Wezel von wilderlust.nl Zeigen wie man dieses besondere Wildpflückrezept macht, einfach mit Rosen, die man in den Niederlanden in freier Wildbahn finden kann.
Auf der Suche nach essbaren Rosen
Rosen sind seit Jahrhunderten für ihren Duft und Geschmack beliebt, und das nicht ohne Grund. Die Kronblätter aller Wildrosen sind essbar und schmecken genau so, wie sie duften: mild blumig, manchmal mit einer leichten Süße. In den Niederlanden trifft man vor allem die Hundsrose, die Kartoffelrose und die Zimtrose an. Man findet sie in Dünen, Parks, Gärten und an Wegrändern, wo sie von Mai bis Juli blühen. Verwenden Sie für Rezepte immer Rosen, die nicht besprüht wurden. Rosen aus einem Blumenstrauß oder Gartencenter können Sie besser stehen lassen, da diese oft voller Pestizide sind. Mehr über die Umweltauswirkungen von Blumen liest du hier.
Nicht jede Rose ist gleich gut für die Küche geeignet. Nicht die Größe oder die Farbe der Blüte ist wichtig, sondern der Duft. Wenn Sie wenig riechen, werden Sie das oft auch im Geschmack bemerken. Stark duftende Rosen liefern den meisten Geschmack. Pflücken Sie nur die Blütenblätter und lassen Sie den Rest der Blüte sitzen. So können sich die Hagebutten – die Früchte der Rose – später in der Saison noch entwickeln. Diese Hagebutten sind auffällig in Form und Farbe, von Orange und Rot bis fast Schwarz, und sind voller Vitamin C. Besonders die Hagebutten der Wildrose sind beliebt zur Herstellung von Marmelade, Gelee oder Sirup.
Die verschiedenen Rosen erkennt man unter anderem an ihren Blättern und Dornen. Die Hundrose hat eiförmige, grob gezähnte Blättchen und gebogene Dornen, die Kartoffelrose erkennt man am runzligen Blatt und kräftigen, geraden Dornen und die Weinrose duftet – nettes Detail – mit ihren Blättern ein wenig nach Äpfelchen. Welche Art man auch antrifft: pflücke mit Aufmerksamkeit. Manche Rosen sind selten und man pflückt sie lieber nicht, wie die Dünenrose mit ihren dunklen Hagebutten. Pflücke immer mit Respekt vor der Natur, nimm nur, was du brauchst, und lass genug stehen, um sie jetzt und später in der Saison zu genießen. Mehr über die Regeln des Wildpflückens lesen Sie hier.

Getränk aus Rosen: Rosen-Holunder-Cappuccino
Küchengeräte
- kleines pan
- Sieb
- 2 Tassen
- Milchaufschäumer oder Schneebesen
Zutaten
- 250 ml Wasser
- 1 el geraspte verse gember
- Samen von 2 Kardamomkapseln
- 2 el Rosenblätter Verse getrocknete
- 300 ml Pflanzenmilch nach Wahl
- 2 el Holunderblüten- oder Holunderbeersirup Selber machen? Das Rezept für Holunderblütensirup findest du hier.
- Prise gemahlener Zimt
- 1 fluoreszierend Rosenwasser optional
Anleitungen
- Geben Sie das Wasser, die Ingwerknolle, die Kardamomkapseln und die Rosenblätter in einen kleinen Topf. Heben Sie ein Rosenblatt zur Garnitur auf.
- Bringen Sie das Ganze mit geschlossenem Deckel zum Kochen und lassen Sie es dann etwa 5 Minuten lang bei schwacher Hitze köcheln.
- Gieße die heiße Mischung durch ein Sieb und verteile sie auf zwei Tassen. Presse das, was im Sieb zurückbleibt, gut aus.
- Fügen Sie jedem Dessert nach Belieben ½ Teelöffel Rosenwasser hinzu.
- Erhitze die pflanzliche Milch und schäume sie auf. Verteile den Milchschaum auf die Tassen.
- Füge pro Tasse 1 EL Holunderblüten- oder Holunderbeersirup hinzu und rühre um.
- Mit einer Prise Zimt bestreuen und mit einer halben Rosenblüte garnieren.
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- Siehe auch: Auf Wildkräuterwanderung mit Katja.
- Siehe auch: selbst Löwenzahnsirup herstellen.
- Siehe auch: Brennnessel Tempura.
Foto-Credits: Links: Wilderlust (roos), Charlotte May, Pexels (drankje).



